Hallo,
wir melden uns auch mal wieder. In Brisbane blieben wir einen Tag und schauten uns die Parklandschaft am südlichen Flussufer an und liefen zum Kangaroo Point, an dem wahnsinnig viele Kletterer unterwegs waren. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Botanischen Gartens, aus dem wir von strömendem Regen verjagt wurden. Wir gönnten uns ein leckeres Abendessen und fuhren mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Brisbane ist eine süße Stadt, aber wahnsinnig viel zu sehen gibt es dort nicht ;)
Den Tag darauf kam dann DAS Highlight - Lone Pine Koala Sanctuary. Ja richtig, dort gibt es total viele Koalas (ca. 130) zu sehen. Diese süßen knuddeligen Tierchen schlafen ca. 18-20 Stunden am Tag und verbringen den Rest des Tages damit zu fressen. Außerdem gab es dort noch Dingos, Wombats, Tasmanische Teufel, Emus, ein Schnababeltier und Kangaroos zu sehen. Die Kangaroos konnte man sogar füttern und streicheln.
Danach gings weiter Richtung Norden zur Sunshine Coast. Zuerst machten wir Halt in Noosa. Wir dachten dort etwas Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden, aber dem war weit gefehlt ... wir schlugen uns dort durch die Menschen und genossen etwas den Strand. Am Tag darauf folgten wir dem Coastal Track durch den Noosa National Park und fanden dort einen wirklich schönen Strand mit weißem Sand und wenigen Leuten. Auch die Wanderung entlang der Küste war sehenswert. Die Nacht verbrachten wir am Lake Cootharaba im Great Sandy National Park auf einem richtig coolen Campingplatz, den wir uns mit Kangaroos, Waranen und verschiedenen Vogelarten teilten. Auf einer Wiese konnte man auch unzählige Kangaroos beobachten.
Den See nutzten wir für eine Kanutour zu den Noosa Everglades. Dort gibt es zwar keine Krokodile, dafür kommt es wohl öfter vor, dass sich dorthin aggressive Bullen-Haie verirren ...
Witzig war, dass der Lake Coothraba im Durchschnitt nur knietief ist - so kam es auch vor, dass wir das Kanu über eine Sandbank ziehen mussten und häufig mit dem Paddel auf dem Sandboden aufstießen. Dennoch trugen wir ganz pflichtbewusst unsere Rettungswesten ;) Nach einer heißen Dusche brachen wir dann auf zum Rainbow Beach.
Der Rainbow Beach wurde deswegen so benannt, da dort verschieden farbige Sandsteinklippen zu bewundern sind. Außerdem gibt es dort eine 120 m hohe Düne und Sandkastensand so weit das Auge reicht. Den ersten Tag verbrachten wir hier mit organisatorischem Kram - unser Auto hat anscheinend nach fast 600.000 km genug ... der 5. Gang funktioniert nicht mehr und die Batterie im "Wohnteil" macht auch ständig schlapp.
Danach gönnten wir uns den Rest des Tages Stranderholung. Für den Tag darauf hatten wir eine Fraser Island Tour gebucht, aber irgendwie ist bei uns der Wurm drin. Wir warteten wie vereinbart am Treffpunkt,einer Tankstelle, doch es kam ewig kein Bus, der uns mitnehmen wollte. Nach etlichen Minuten kam die Dame der Tankstelle und meinte, das sie einen Anruf vom Veranstalter erhalten hätte und die Tour für heute abgesagt ist, wieso wusste sie nicht. Später erfuhren wir bei einem Anruf, dass ein technischer Defekt der Grund war. So fand die Tour einen Tag später statt und wir konnten bei einem Strandspaziergang die Sandsteinklippen aus der Nähe anschauen und den Rest des Tages am Strand relaxen und lesen. Am nächsten Morgen ging es dann endlich nach Fraser Island, eine der größten Sandinseln der Welt, die deswegen zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde. Wir wurden mit einem zum Bus umgebauten LKW abgeholt und es ging über einen Strand zur Fähre. Nach der Überfahrt fuhren wir auf dem offiziellen Highway der Insel, dem atemberaubend schönen Sandstrand, den das Meer bei Ebbe freigibt (man darf dort 80 km/h fahren!!!). Da konnten wir auch die ersten Dingos beobachten. Weiter ging es ins Innere der Insel zu einem Bad in einem wunderschön gelegenen Süßwassersee - dem Lake Mc Kenzie. Nach einem leckeren BBQ ging es weiter zu einer kurzen Regenwaldwanderung, die den Abschluss der Tour bilden sollte. Wieder zurück am Ausgangspunkt, der Tankstelle, machten wir uns gleich an die ersten 2 Etappen der ca. 1000 km zurück Richtung Sydney.
Auf wundersame Weise beglückte uns der Camper auch immer mal wieder mit dem 5. Gang. Wir entschlossen uns aber trotzdem das Auto zu tauschen. Das dauerte trotz wilder Versprechungen den ganzen Tag :-( Insgesamt betrachtet ist der neue Van keineswegs perfekt, aber er hat bisher weniger Macken. Also ist er besser :-)
Unser nächstes Ziel war Coffs Harbour. Wir wollten dort Wale sehen, die kommen aber erst im Juni. Somit hatten wir den Tag frei und verbrachten ihn mit Wäsche waschen am ruhigen und wunderschönen Monee Beach.
Morgen gehts weiter Richtung Süden ... danke fürs lesen und bis bald :-)