Mittwoch, 1. Mai 2013

Neuseeland- das Vulkangebiet

Bevor wir von Taupo in Richtung "Maorizentrum" Rotorua gestartet sind, haben wir uns noch 2 weitere vulkanisch sehr aktive Areale angeschaut. Sowohl im etwas farbenfroheren Orakei Korako als auch im Wai-O-Tapu konnten wir großartige geothermale Formationen bestaunen. Es gab blubbernde Schammtümpel, kochende Quellen, und Terassen, die durch Kalkablagerungen aus dem Wasser der heißen Quellen über tausende Jahre entstanden sind. Hier konnten wir allerlei Farben erblicken, die zum einen durch Schwefelablagerungen entstanden sind und zum anderen von Algen stammen, die hier je nach Wassertemperatur leben. Die Farbe der Teiche ist von den Bestandteilen im Wasser abhängig. Diese sollen u.a. Arsen, Gold und andere Metalle sein. Was uns allerdings überall hin verfolgte, war der seltsame Schwefelgeruch, der im günstigsten Falle an verbrannten Speck und ansonsten an faule Eier, erinnerte. In Rotoura selber statteten wir der Hauptattraktion "Te Puia" einen Besuch ab. Dies ist eine Mischung aus lebendigem Moari-Museum und weiteren sichtbaren geothermalen Aktivitäten. Nach einer 90 min Führung, bei der uns viel über das Flachsflechten und die kulturelle sowie praktische Bedeutung der heißen Quellen näher gebracht wurde, konnten wir einer sehr beeindruckenden Maoritanz- und Gesangsvorführung bei wohnen. Weitere Höhepunkte auf dem Gelände waren noch ein 20m hoher Geysier und die traditionelle Schnitz- und Flechtschule. Wir verließen Rotorua schnell wieder, da uns Kopfschmerzen und Unwohlsein nicht schlafen ließen...ob es der Gesundheit so zuträglich ist dort zu wohnen? Die Vermarktung der Maori-Kultur und der geothermalen Aktivitäten trug zusätzlich dazu bei - irgendwie hatten wir uns das etwas anders vorgestellt.
Nach den vielseitigen, für uns völlig neuen Vulkanimpressionen inkl. der immer wiederkehrenden Geruchswolken nach Schwefel und faulen Eiern hatten wir beschlossen uns frische Luft am Meer zu gönnen. Also sind wir an die Bay of Plenty gefahren. Dieses Gebiet macht seinem Namen "Bucht des Überflusses" alle Ehre. Uns überzeugte sie mit unendlich langen Stränden, an denen wir die größten und schönsten Muscheln und Seeschneckenhäuser gefunden haben. Dort konnten wir den ganzen Tag lang Sonnenschein tanken, ohne eine Wolke am Himmel zu sehen. Wir konnten endlich mal wieder im knapp 20°C warmen Pazifik schwimmen. Das Ganze haben wir uns 3 Tage gegönnt, bevor unsere Fahrt Richtung Norden weiter ging. Unterwegs haben wir einen kulturellen Stopp im KIWI360, dem Infocenter des größten Kiwi-Anbaugebiets Neuseelands, eingelegt. Eine private Führung auf den Plantagen gab uns Einblicke in die Zucht, Ernte und Vermarktung der wohl "gesündesten" Frucht. 80 % der Kiwi-Ernte Neuseeland stammt aus dem Gebiet der Bay of Plenty - die Gegend mit der häufigsten bzw. zweithäufigsten Sonnenscheindauer (darüber scheiden sich die Geister) Neuseelands.
Von dort aus ging es auf die Halbinsel 'Coromandel Peninsula, wo wir uns am einzigartigen "Hot Water Beach" einen ruhigen Nachmittag machen wollten. Hier mündet eine heiße Quelle direkt am Strand, so dass man sich in bestimmten Bereichen seinen eigenen Heißwasser-Pool im Sand schaufeln kann. Leider war der Strand derart überlaufen, dass wir uns nur kurz die Füße aufgewärmt haben, in dem wird diese etwas im Sand eingegraben haben und danach weiter gefahren sind.
Wenige Tage bleiben uns noch im wunderschönen Neuseeland ... deshalb haben wir den heutigen Tag komplett am Waihi Beach verbracht - schwimmen, faulenzen, lesen und den Strand erkunden bildeten den Tagesinhalt. Etwas wehmütig blicken wir auf die Zeit hier zurück, aber bevor es weiter nach Australien geht, erkunden wir Auckland :-)

Bis bald,
Micha & Anne.

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