Unsere Reise führte uns von Melbourne über Kuala Lumpur nach Denpasar auf die indonesische Insel Bali. In Kuala Lumpur landeten wir zunächst am großen internationalen Flughafen und fuhren von dort aus zum LCCT, dem Flughafen von dem auch der Billiganbieter AirAsia startet. Dort angekommen wurden wir zunächst vom bunten Treiben dort völlig überwältigt . Nach einigen Stunden am Flughafen, konnten wir unsere Reise fortsetzen... am Abend landeten wir dann total übernächtigt in Denpasar. Was dort am Flughafen los ist, sobald man mit seinem Gepäck die Ankunftshalle verlässt, ist kaum in Worte zu fassen - ein bisschen muss das so sein, als wäre man ein Superstar. Mit dem kleinen Unterschied, dass uns keine Paparazzis umringten, sondern unzählig viele Taxi-Fahrer ...da hat jeder angeblich den günstigsten Preis und überhaupt ist das Fahren mit ihm das einzig Richtige :-) Irgendwann gibt man einfach nach, versucht noch halbherzig einen Preis zu verhandeln und plumbst mit schwirrendem Kopf auf irgendeinen Rücksitz - was dann folgt ist der Versuch den Fahrer beim Lenken und Bremsen zu unterstützen - aus purer Panik ums eigene Leben ;-) Der Verkehr auf den Straßen Balis ist auf den ersten Blick wirklich sehr chaotisch. Das liegt vor allem an den unendlich vielen Mopeds - jeder hupt und fährt wie es ihm passt, da wird links und rechts überholt, hauptsache es geht flott voran ... waren wir da froh nicht selber fahren zu müssen.
In Canggu angekommen, vielen wir direkt ins Bett. Erst am nächsten Tag wurde uns unsere Umgebung im Putu Guesthouse erst richtig bewusst - wirklich schön war es da. Nichts desto trotz begaben wir uns kurz nach dem Aufstehen auf Erkundungstour. Der Strand war nicht weit entfernt und so konnten wir einen schönen Spaziergang am Meer machen ... 1-2 km weiter stießen wir auf das Surferparadies am Echo Beach. Dort beobachteten wird einige Zeit die Surfer bei ihrem Kampf mit den echt hohen Wellen. Dabei sammelten wirf dann genügend Mut, um uns am nächsten Tag selbst im Surfen zu probieren. Jeder von uns versuchte sein Bestes unter Anleitung eines Privatlehrers ... gar nicht mal so einfach. Vor allem das Paddeln zurück zu den richtigen Wellen, war richtig anstrengend. So richtig begeistern konnte uns der Schnupperkurs nicht.
Den Tag darauf fuhren wir dann mit dem Moped nach Tahnalot zum Meerestempel. Micha hatte sich bereit erklärt es mit dem verrückten Verkehr Balis auf sich zu nehmen ... der Fahrtwind brachte uns etwas Abkühlung und erstaunlicherweise funktionierte das Gewimmel auf den Straßen sehr gut. Außerdem stellten wir fest, dass man mit dem Roller echt sicherer ist, als zu Fuß.
Unser Ausflug in die Künstlerstadt Ubud ins Landesinnere der Insel begann mit einigen Umwegen. Die Beschilderung hier und unser sehr ungenaues Kartenmatertial ließen uns manchmal im Regen stehen. Aber irgendwann kamen wir auch dort an. Zunächst besuchten wir den Touristenmarkt, der vieles zu teilweise sehr hohen Preisen bereithielt. Wir schlenderten danach etwas durch die Straßen und bewunderten die Holzschnitzereien, Steinmetzarbeiten und Gemälde. Der Monkey Forest war ein weiterer Halt. Dort konnte man neben den diebeslustigen und kleine Kinder schubsenden Makaken-Affen auch einen Tempel besichtigen. Unser letzter Stopp war die Tempelanlage Goa Gajah. Wir besichtigten die von Räucherstäbchen völlig vernebelte "Höhle des Elefanten", deren Eingang durch den Schlund einer riesigen Dämonenfratze erfolgt. Später wanderten wir dort noch durch den Dschungel und begutachteten einen alten Badeplatz, der aus 6 Wasserspeiern besteht. Das wir den Rückweg von Ubud nach Canggu fanden, war auch mehr Glück als Verstand :-)
Die letzten zwei Tage im Süden Balis verbrachten wir am Strand und tobten dort etwas in den Wellen.
Nach der Fahrt über die malerische Berglandschaft mit den wunderschönen Reisterassen sind wir in Pemuteran, im Nordwesten Balis, angekommen. Nach einer kurzen Orientierungsphase haben wir an einer halbtägigen Schnorcheltour zur Nationalparksinsel Menjangan teilgenommen. Was uns dort geboten wurde war atemberaubend:
Wir haben mit einem ausgedienten kleinen Fischerboot die Strecke bis zur nahe gelegenen Insel zurück gelegt. Auch wenn es uns etwas zu sehr geschaukelt hat und die Wellen oft höher waren als die Rehling, hatten wir uns aufgrund der Gelassenheit der Crew nicht beunruhigen lassen und sind nach einer Weile gut über gesetzt. Unterwegs konnten wir auch die Insel Java sehen. Vor Ort ging es ohne viele Worte direkt ins Wasser. Die farbenprächtige Unterwasserwelt dort ist einfach wundervoll. Es gab alles zu sehen, was man sich in so einem Riff vorstellen kann. Von bunten Korallen, im Meer schwingende Anemonen, Handball große Muscheln und die verschiedensten Fische. Clownsfische, Seenadeln, Kugelfische, große blaue Seesterne, Seeteufel... um nur ein paar zu nennen. Leider haben wir in unserem Reiseequipment keine Unterwasserkamera. Ein weiterer Ausflug, diesmal wieder mit einem Roller, führte uns in den Balai Taman Nationalpark. Wir konnten leider keine Wanderwege finden und sind mit dem Roller eine Waldstraße entlang gefahren. Außer Bäumen und ein paar Makaken, die an und auf der Straße lungerten, konnten wir leider nichts spannendes entdecken. Am folgenden Tag waren wir in der Bucht von Permuteran schnorcheln, wo wir eine fast so tolle Unterwasserwelt erlebt haben, wie bei der Tour nach Menjangan.
Zur Zeit sind wir in dem Fischerdörfchen Amed an der Ostküste Bali's.
Alles weitere dann im nächsten Post.
Die besten Grüße in das (jetzt endlich auch) sommerliche Deutschland
Eure Anne und euer Michael
Donnerstag, 20. Juni 2013
Zu Gast in Bali
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Wie immer schöne Bilder ihr Zwei :-) Also so richtig beneiden tue ich euch um die Affen, die überall herumhängen.....und das Schnorcheln. Da könnte ich mich auch total für begeistern...immer wieder :-)
AntwortenLöschenIhr seht ja richtig gut aus, Mensch...besser, als ihr von Deutschland abgereist seid :-D
AntwortenLöschenSchön zu hören, dass wir nun noch schöner sind :-D Die Affen sind echt cool, aber nur von Weitem ... die sind echt frech.
LöschenSchnorcheln kannste doch echt auch in der Pöhl :-P Am besten in Verbindung mit einem netten Grillabend sobald wir wieder da sind :-)