Sonntag, 31. März 2013

Neuseeland- der Süden

Nach den Gesteinsblasen waren wir am Nachmittag noch in dem kleinen Fischerdörfchen Moeraki spazieren, vorbei an Klippen und einsamen Kiesstränden. Wir waren sehr überrascht keine 10-20m von uns entfernt Pelzrobben beim Sonnen anzutreffen-ein tolles Erlebnis die Tiere so nah und entspannt in freier Natur zu erleben.
Am nächsten Tag gings nach Dunedin, ist eine der größeren Städte (ca.180000 Einwohner) Neuseelands, die im wesentlichen durch ihren Hafen und ihre Uni geprägt ist. Am ersten Tag waren wir aber zunächst auf der Halbinsel Otago Peninsula, um das einzige Schloss Neuseelands und dessen Schlosspark ausführlich anzuschauen und danach an der Südspitze die stattlichen Konigsalbatrosse beim Anflug zu Ihren Nistgebieten zu bewundern. Auch hier waren wieder die niedlichen Pelzrobben am Start. Für einen Großteil unseres Einkaufs am nächsten Morgen nutzten wir den wöchentlichen Farmermarket am wunderschönen Hauptbahnhof von Dunedin. Hauptsächlich frisches Obst und Gemüse, aber auch leckere Snacks, Wurst und Fleisch gibt es dort in Hülle und Fülle. Danach wurde es süß,wir ließen uns durch die Schokoladenfabrik von Cadburry führen,echt lecker. Wir haben uns dort gleich für Ostern eingedeckt und nach einem Stadtbummel und der Besichtigung der ersten Kirche dieses Districts haben wir die steilste Anlieger Straße der Welt erklommen :-) Die Baldwin St weißt eine Steigung von ca. 35% auf - unseren Camper haben wir lieber am Fuße dieser Straße stehen lassen.
Am späten Nachmittag haben wir uns auf den weg zu unserem nächsten Ziel gemacht, aber wir sollten erstmal nicht weit kommen: Auf der Fahrt einen ziemlich steilen Berg hinunter vor den Toren Dunedins verloren wir auf dem Highway One ein Rad. Zum Glück war es nur das Ersatzrad. Denn die Halterung davon hatte sich locker geklappert und löste sich schließlich und schliff auf dem Asphalt. Nach dem ersten Schreck und nach dem wir diese Halterung wieder fest geschraubt hatten drehten wir um, um zu schauen, wo genau das Rad verloren gegangen ist und dass kein anderer darauf fährt. Aber die Polizei kam uns zuvor. Anne winkte dem freundlichen Officer ganz aufgeregt zu und wir hatten unser 5. Rad wieder - was für eine Aufregung :-) aber alles gut gegangen.
Nun konnten wir endlich weiterfahren, zur südlichsten Gegend der Südinsel, den Catlins. Für die ersten zwei Tage in dem Gebiet haben wir uns das Stranddörfchen Käkä Point ausgesucht, von wo wir die dramatischen einzigartigen Klippen und den Leuchtturm vom Nugget Point aus besuchten, wo auch wieder wieder unsere Freunde die Palzrobben aus einiger Entfernung gesehen haben. Weiter westlich ging es nach den 2 Tagen zu einer Wanderung durch den unberührten Regenwald zu einem wahnsinnig schönen Wasserfall, den McLeans Falls und anschließend an einem riesig breiten und wahnsinnig langen menschenleeren Sandstrand, dem Tautuku Bay, wo an einem Ende fast sinnflutartige Regenfälle ruterdonnerten und am anderen Ende die Sonne brannte, so lies dann auch der Regenbogen nicht lange auf sich warten. Das unruhige Wetter hielt dann auch auf dem Campingplatz am Abend an und es stürmte und regnete die ganze Nacht durch. Am nächsten morgen ging es für unsere Verhältnisse früh raus (um 7:-) ) da wir die imposanten Cathedral Caves, zwei ca 150m lange Höhlen am Strand, die von den Wellen in den Fels gefressen wurde, welche aber nur bei Ebbe zugänglich sind. Die beiden Höhlen laufen am Ende hin zusammen und vereinigen sich dort. Wirklich beeindruckend welche Kraft die Wellen haben so etwas in den Fels zu meiseln. Danach sind wir ein ganzes Stück weiter westlich an der Küste entlang gefahren, Ziel waren die Curio Bay und die gleich anschließende Porpoise Bay mit einem richtig genialen Campingplatz direkt am Strand und auf den Klippen. Von hieraus konnte man bequem zu einer Gelbaugenpinguienkolonie laufen, welche sich an einem versteinerten fossilen 180 Mio Jahre alten Walde befand. Ein weiteres Highlight war unser Stellpatz, mitten im Schilf mit Blick vom Bett aus durch die Kofferraumklappe auf das nur wenige hundert Meter entfernte Meer, dass sich an den Klippen zu riesigen tosenden Wellen auftürmte und schließlich brach. Aber ein weiterer Höhepunkt unserer gesamten Reise waren wieder ein paar Meerssäuger: Hektor Delphine waren schon immer mal in der Bucht zu sehen, aber am Donnerstag vorm Karfreitag waren wir Nachmittags mit wenigen anderen Badegästen am Strand, als wir ganz nah am Ufer die Delphine sahen wie sie zu ein paar Leuten im Wasser hingeschwommen sind. Ich (Michael) habe mich gleich mit in die Fluten gestürzt und habe mir die faszinierenden Tiere zum greifen nah angeschaut. Die Delphine sind zwischen den Leuten umher getaucht und wenn sich die Gelegenheit ergab in einer größeren Welle bis fast an den Strand gesurft. Es war so faszinierend und wundervoll, dass wir glatt vergessen haben Bilder zu machen. Der Anblick, wie sie von vorne in den Wellen zu sehen waren und erst kurz vor dem Strand wieder umgedreht oder nach vorne rausgesprungen sind, wird uns immer in Erinnerung bleiben. Nach diesem ergreifenden Ereignissen sind wir Richtung Fiordlands gestartet um ein paar Tage zu wandern.
Wir hatten ja schon viel davon gehört wie schön es hier sein soll, aber was uns hier erwartet hat, hat uns fast den Atem geraubt. Hier geht es vom Meeresniveau mit Regenwäldern fast senkrecht bis in Subalpine schneebedeckte Höhenlagen mit Gletschern. Um uns das so richtig eindringlich begreiflich zu machen, haben wir eine 6,5 h Kajaktour auf dem Miford Sound (Gletscher) unternommen. Echt Wahnsinn diese einzigartigen riesigen Felswänden, Wasserfälle und Täler. Mittendrin gibt es dann auch immer wieder tolles in der Natur zu entdecken wie Robben, Kea-Papageie und faszinierende Bäume und Sträucher. Nach den grandiosen Erlebnissen ist unsere nächste Station die schrille Stadt Quennstown.

Bis dahin, Frohe Ostern,
eure Anne und euer Michael

Mittwoch, 20. März 2013

Und immer wieder Neuseeland

Hallo ins schneebedeckte Deutschland,
Uns geht es weiterhin sehr gut und wir erleben Tag wieder andere spannende Dinge. Nach unserer atemberaubenden Rafting-Tour führte uns unsere Route erst einmal in Richtung Hochgebirge. Lake Tekapo war unser erster Zwischenhalt und die Möglichkeit für einen ausgedehnten Waschtag :-)  Nach dem alle Klamotten auf der Wäscheleine hingen brachen wir zu einem Spaziergang am See auf. Weit kamen wir nicht, weil sich unweit ein chinesisches Pärchen mit ihrem schicken Mietauto im Sand fest gefahren hatte. Wir eilten zu Hilfe und Michael kam die zündende Idee die Fußmatten unter die Räder zu legen. Das Auto war befreit und alle glücklich. Am nächsten Tag gings weiter bergauf bis Mt.Cook Village. Der Zeltplatz im Nationalpark erinnerte eher an einen Großparkplatz - macht aber nichts wir wollen ja wandern. Ungünstigerweise regnete es in Strömen ... wir harrten brav im Auto aus und vertrieben uns die Zeit in der Ausstellung des Visitor Centres und im Restaurant. Der nächste Tag begann wie der letzte aufgehört hatte - mit Regen. Das waren unsere ersten Regentage in NZ. Irgenswann wäre es uns dann zu blöd im Auto u sitzen und wir machten uns auf den Sealy Tarns Track - 2200 Stufen in die Höhe. Puh - aber oben angekommen war NICHTS zu sehen, weil überall Wolken waren. Es regnete sogar von unten :-) Wieder eine Nacht später und wir erwachten im Schnee - prima, voll gut das unser Ca per keine Standheizung hat ... 5Grad. Da es aber aufgehört hatte zu regnen starteten wir auf den Hooker Valley Track - es ging über zwei Hängebrücken durch ein total schönes Tal hin zu einem Gletschersee. Wir konnten es kaum glauben, sogar die Sonne kam raus. Der Ausblick auf die Gipfel war wundervoll. Am Mt. Cook war anscheinend auch der Geheimtreff der deutschen Touristen - zwar gibts die hier echt überall, aber dort war es besonders auffällig.
Nach erfolgreicher Hochgebirgstour fuhren wir wieder Richtung Meer. Nächster Halt - Oamaru. Eine hübsche Stadt im viktorianischen Stil. Besonderes Highlight sind dort aber die blauen Pinguine und die Gelbaugenpinguine, die am Rand der Stadt an den Strand kommen und hier übernachten oder ihre Jungen füttern. Wir fuhren also zwei Stunden vor Sonnenuntergang zum Beobachtungspunkt am Strand der Gelbaugenpinguinkolonie. Allerdings lagen dort erst einmal viele Robben am Strand und faulenzten.  Nach und nach haben wir dann 6Pinguine an Land kommen sehen. Ein ganz besonderes Erlebnis....Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten ist unbeschreiblich schön :-) 
Heute sind wir an den Moeraki Boulders - das sind Gesteinsblasen, die wie Riesenmurmeln am Strand liegen. Nächstes Ziel ist Dunedin.

Alles Liebe Micha&Anne.

Micha trägt jetzt Bart :-)

Donnerstag, 14. März 2013

Neuseeland- die ersten Tage

Ein ganz liebes Hallo an alle daheim gebliebenen!
Nach dem verrückten Bangkok sind wir in dem wunderschönen Neuseeland angekommen und haben auch schon die ersten tollen Eindrücke gesammelt.
Am 06.03. sind wir in Christchurch gelandet und haben im Jailhouse-Hostel, das bis 1999 ein richtiges Gefängnis war, eingecheckt. Tags darauf haben wir dass, was nach dem verheerenden Erdbeben vor genau 2 Jahren von der Innenstadt noch übrig geblieben war angeschaut und waren beide sehr ergriffen. Fast das gesamte Zentrum wird derzeit abgerissen und muss neu aufgebaut werden, weil die Gebäude nicht mehr zu retten waren. Auch von den aktuellsten Reiseführern trifft in dem Gebiet fast nichts mehr zu.
Einen Tag später sind wir fast nur in dem wunderschönen Botanischen Garten von Christchurch spaziert und haben nicht schlecht über die Rosen und gigantischen Bäume gestaunt.
Am 9.3. haben wir dann endlich unsern Camper abgeholt, der uns fast die nächsten 2 Monate zu Hause und fahrbarer Untersatz sein wird. Nach der relativ knappen Übergabe sind wir auch gleich gestartet und haben ein wahnsinnig tolles Camperidyll in einem Kiefernwald gleich hinter einem Strand an der Pazifikküste gefunden. Die "Okainsbay" ist eingerahmt von schroffen Berghängen auf denen Schafe weiden. Schon auf der ca 4-stündigen Fahrt dahin haben wir unglaublich schöne Täler, Berge und Buchten mit türkis blauem Wasser gesehen, nur kam uns immer wieder der Geruch vom Innenraum von Baustellenfahrzeugen in die Nase. Also haben wir gleich am nächsten Tag alles was von dem Autoinneren in die Waschmaschine vom Campingplatz rein passte gründlich gewaschen;-)
Aber es war wirklich großartig dort: wir waren wandern, im ca. 19°C kalten Pazifik baden, haben die einmalige Landschaft genossen und ich (Michael) hab mich auch mal daran gemacht einen der Steilen Bergwege hochzurennen.
Am 12.3. sind wir nach einem grandiosen Frühstück, dass mir Anne zum Geburtstag bereitet hat in das nette Hafenstädtchen Akaroa gefahren, dass erschreckend voll mit älteren wohlhabenden Herrschaften war. Wie wir später rausfanden, lag es daran, dass 2 Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen und sich fast die gesamte Besatzung in der Stadt tummelte. Nach einem Rundgang, einer Leuchtturmbesichtigung und leckeren 'fish and chips' sind wir Richtung Süden in die zentral gelegene Kleinstadt Geraldine gestartet.
Hier haben wir am 13.3. unweit von dem Städtchen einen mitten in der Natur gelegenen Campingplatz am Rand der neuseeländischen 'Southern Alps' angesteuert und den Tag ausklingen lassen.
Im einzigartigen Wandergebiet 'Peel Forrest' haben wir am folgenden Tag in einem Regenwald wunderschöne Wasserfälle und riesige Bäume (bis 8,4m Umfang) bestaunt. Am Abend haben wir für ein bisschen Action eine Wildwasser Rafting Tour für den 15.3.gebucht;-) 
Und das hat sich wirklich gelohnt- es ging nur mit Anfängern in einer unglaublich schönen Landschaft bis zur Schwiergkeeitsstufe 5 von 6 - der absolute Hammer!

Wir müssen uns für die lange Durststrecke in unserem Blog entschuldigen, aber hier ist eigentlich nur in den größeren Städten Handyempfang.

Also nicht böse sein, wenn es mal wieder etwas länger dauert bis wir uns melden können,
eure Anne und euer Michael

Freitag, 1. März 2013

Update Bangkok

Hallo in die Heimat,

die letzten Tage waren sehr aufregend und voller spannender Erlebnisse. Nach nun 5 Tagen in Bangkok hat man das Gefühl sich hier etwas besser auszukennen und fühlt sich nicht mehr allzu fremd - ein schönes Gefühl. Ich (Anne) bin echt froh, dass Michael hier einen Halt über acht Tage eingeplant hat. Zu Beginn war ich nicht ganz so begeistert :-)
Bisher waren wir in der Tempelanlage 'Wat Traimit' und bestaunten den massiven Goldenen Buddha. Am Tagesende waren unsere Fußsohlen ganz schwarz, weil in den Tempeln viel barfuß gelaufen werden muss - echt anders als die religiösen Einrichtungen bei uns. Tags darauf liefen wir durch China Town ... was da los ist - einfach unglaublich. Tausende verschiedene  Stände an denen man wirklich alles kaufen kann (von Lkw-Achsen bis Papierlaternen) Auf dem 'Diebesmarkt' beschleicht uns das Gefühl, dass man hier Dinge kaufen kann, die anderen bereits schon einmal gehört haben. Vom Trubel in China Town ganz überwältigt gehts weiter zum Tempel 'Wat Pho' - wir verbringen dort viele Stunden, weil es echt wunderschön ist. Die Tempel in Bangkok dienen trotz vieler Touristen als angenehme Ruheoase. In Wat Pho bestaunen wir den riesigen liegenden Buddha und viele andere beeindruckende Sehenswüdigkeiten. Zurück gehts mit dem Wasser Taxi - eine Nussschale mit dröhnenden Motor voller Leute rast rasant den Fluss entlang. Wir sind danach- obwohl wir nur zwei Stationen gefahren sind - ziemlich mitgenommen  und froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben :-) Am Abend waren wir in der nahe gelegenen River City essen.
Heute war wieder ein langer Tag ... erst sind wir zum Siam Square gelaufen - dort herrscht reges Treiben. Riesige schmucke Einkaufszentren und viele spannende Geschäfte. Unglaublich wie kalt es hier in den Geschäften ist. Danach sind wir zum Lumphini Park gelaufen - der grünen Lunge Bangkoks. Dort trifft man neben tausenden Joggern und großen Aerobic-Gruppen, Varane, die durchs Wasser gleiten und mindestens 1 m lang sind ... Den Abschluss des Tages und Michael Highlight war der Besuch eines Kampfabends im Muay Thai Boxing Stadion - dort hätte ich fast meinen Schuh eingebüßt weil er durch die Tribüne hindurch in den Müll gefallen ist- die Leute hier sind aber wirklich super hilfsbereit, sodass ich ihn ganz schnell wieder hatte :-)

So Michael meint, ich soll nicht zu viel schreiben ... fühlt euch ganz lieb gegrüßt!