Halli hallo ins hoffentlich nicht mehr ganz so verschneite Deutschland.
Da wir uns noch so viel anschauen wollen, aber schon die Hälfte unserer Zeit in NZL abgelaufen ist, können wir leider unsere Ziele nicht mehr so ausführlich wie bisher besuchen.
In Queenstown haben wir das erlebt, was der Reiseführer versprochen hat: Eine niedliche Kleinstadt an einem wunderschönen See (dem 3.größten NZL), in der sich Massen von Touristen durch die engen Straßen schieben und in den trendigen Geschäften stöbern. Man kann viele Skydiver beobachten und aus dem Umland hört man regelmäßig adrenalingeladene Todesschreie von Bungeeanlagen, was daher rührt, dass diese Trendsportart hier erfunden wurde. Wir haben uns für das Anti-Programm entschieden und sind nach einem Besuch im Unterwasserobservatorium, ein "Schaufenster" in das Hafenbecken, in dem sich Aale, Lachse und Forellen das Futter streitig machen und Enten dazwischen umhertauchen, auf eine 90 min Rundfahrt auf dem See gestartet. Unser nächstes Ziel war das niedliche Goldgräberörtchen Arrowtown, dass sich noch viel von dem alten Stadtbild bewahrt hat. Wir konnten uns es nicht nehmen lassen, eine Goldwaschpfanne im Museum auszuleihen und unser Glück im Arrowriver zu versuchen-mit mäßigen, naja eher keinem Erfolg:-)
Von dort aus sind wir dann zu einem der am meisten angepriesenen Sehenswürdigkeiten gestartet: dem Fox - Gletscher und dem Franz-Joseph - Gletscher, in den Southern Alps. Der erste war der Fox - Gletscher, den wir zu erst von einem tollen Aussichtspunkt im gegenüberliegenden Regenwald bestaunt haben, bevor wir ihn aus nächster Nähe bewundern durften. Den größeren, nicht ganz so schön geformten Franz - Joseph- Gletscher konnten wir nach einer kurzen Fahrt & Wanderung besichtigen.
Nach den Gletschern ging es auf direktem Weg an die raue Westküste. Immer weiter Richtung Norden fahrend hatten wir einige skurrile Sehenswürdigkeiten besucht. Darunter war das 'National - Kiwi- Center', in dem Anne riesige, über hundert Jahre alte Aale füttern durfte und wir in einem dunklen Raum hinter einer dicken Glasscheibe das Symbol Neuseelands sehen konnten, den putzigen, überaus scheuen Kiwi - Vogel. Gefolgt wurde dieses Erlebnis von den Pancake - Rocks, Felsen, die aussehen, wie übereinander gestapelte Eierkuchen. Nach einem Abstecher zur Überquerung der längsten Hängebrücke Neuseelands, die wir zu Fuß überquerten, sind wir schließlich im Norden und dort zu erst im Abel-Tasman-Nationalpark angekommen.
Hier haben wir auf einer ausgedehnten Bootstour, mit einem 4 stündigen Wanderaufenthalt auf dem Abel Tasman Coast Track die atemberaubende Küste und Wälder genossen. Das Ende unserer Wanderung lag am wirklichen Goldstrand ... wahnsinn wie golden Sand sein kann.
Das nächste Ziel war die nördlichste Ecke der Südküste, auch dieser Umweg zum Farewell Split sollte sich lohnen. Auf einer ganztägigen Wanderung, dem Hilltoptrack, hat es uns mehrmals vor Staunen den Atem beraubt: es ging zuerst von einer Dünenlandschaft an einem wahnsinnig breiten, feinen Sandstrand, an dem ein straffer Wind wehte, hin zu einer Felsküste mit, mal wieder ;-) Robben. Danach über Farmland auf eine Bergkette, direkt hinter, bzw. an der Küste entlang. Von hier aus hatten wir Ausblicke die sehr an die "Herr der Ringe" Filme erinnerten, die teilweise auch hier gedreht wurden: Weite grüne Wiesen, tiefe Wälder, strahlend blaues Meer, das an senkrechten, mehrere Meter hohe Klippen peitschte, die wiederum von Höhlen und Buchten zerlöchert waren, in denen es sich Robbenkolonien in den von Menschen unzugänglichen Bereichen gut gehen ließen. Der absolute Höhepunkt kam am Ende der Wanderung, der einzigartige Wharariki Beach: hinter einer min. 5m hohen Dünenlandschaft erschloss sich uns ein großartiger weiter, mehrere Kilometer langer feiner Sandstrand, eingerahmt von Felsklippen. In der Nördlichen war eine 10 m Durchmesser große Höhle gefressen. Entlang des Strandes waren immer wieder mehrere, frei stehende, min. hundert Meter hohe Felsen, von denen einige komplett vom Meer durchbohrt waren, so dass man leicht mit einem Boot durchfahren könnte. Zum krönenden Abschluss konnten wir Robbenbabys aus nächster Nähe beobachten, die in natürlichen kleinen Wasserbecken, die die skurrilen Felsformationen bei Ebbe hinterlassen, das Schwimmen und Tauchen üben. Als wir am Rand eines dieser Becken standen kam ein Robbenbaby bei uns raus, um Anne am Hosenbein zu beschnuppern.
Auf der Rücktour von der nordöstlichsten Ecke der Südinsel haben wir noch einen Zwischenstopp bei den Pupu - Quellen eingelegt: hier ergießen sich aus Quellen pro Sekunde 14.000 l reinstes Trinkwasser zu einem glasklaren Fluss.
Von hier aus sind wir immer Richtung Nordosten nach Picton gefahren, von wo aus es mit der Fähre auf die Nordinsel in die Hauptstadt Wellington geht.
Hey ihr Zwei :-)
AntwortenLöschenJetzt komme ich endlich mal wieder dazu euch zu schreiben :-)
Ich bin echt ein wenig neidisch auf eure ganzen Erlebnisse...ich wusste vorher auch garnicht, dass ihr so viel in der freien Natur unterwegs seid. Die Bilder sind ja teilweise echt genial...da kann man nur erahnen, wie das alles in der Realität wirkt ;-)
Der Schnee und die Kälte sind nun auch bei uns endlich weg. Ich genieße mehr oder weniger den Frühling...die nächste Zeit wohl eher vom Schreibtisch aus ...
Genießt weiterhin eure Zeit und pumpt euch voll mit tollen Erlebnissen :-) Ich bin mal gespannt, was noch so kommt von euch.
Ganz liebe Grüße
Tobi