Dienstag, 30. Juli 2013

Koh Samui und Koh Tao

Mit einer kleinen Propellermaschine sind wir trotz ein paar Turbolenzen sehr gut auf dem Flughafen Koh Samui's gelandet. Hier haben wir ein paar Tage in einer ruhigen Bungalow-Anlage ("Moonhut Bungalow") direkt am Strand von Mae Nam Beach im Norden von Koh Samui verbracht. Bei einer Inselumrundung mit dem Roller haben wir die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten "Big Buddha" Tempel und den 30m hohen "Nam Tok Na Muang", einen Wasserfall, besichtigt. Entlang des Wasserfalls sind wir bis zur höchsten Stelle geklettert (man sollte keine FlipFlops tragen ...) und konnten dort etwas Natur abseits der Touristenmassen genießen. Am Fuß des Wasserfalls waren auch einige unglückliche Elefanten anzutreffen, auf denen man reiten konnte und die mit scharfen Metallhaken in unnatürliche akrobatische Positionen gezwungen wurden. Mit seinem Geld sollte man so etwas wirklich nicht unterstützen! Danach fuhren wir etwas geknickt weiter ...
Wir sind auf unserer Inseltour noch durch den unserer Meinung nach abstoßenden Touristenort Chaweng gefahren. Dort findet man wohl den Eingang zur Touristenhölle ;-)
Unsere Zeit auf Koh Samui war insgesamt ok, um am Strand zu relaxen und etwas zu lesen. Es genügt aber völlig die Insel einmal erlebt zu haben.

Mit einem Expressboot ging es dann vorbei an Koh Phangan direkt bis Koh Tao. Da wir uns nun in der Hauptsaison befinden, war es eher schwierig im Voraus eine Unterkunft auf Koh Tao zu finden ... zum Glück hatten wir doch noch eine finden können und wurden am völlig überfüllten Pier abgeholt. Von da aus ging es auf der Ladefläche des 4x4 Pick-up in die völlig abgelegene Langkhai Bucht an der Ostküste der Insel. Die Anreise war auf Grund der Straßenverhältnisse echt abenteuerlich - dazu später mehr. Angekommen im "Moondance Magic View" wurden wir sehr herzlich von Ton(y) begrüßt. Die Bungalows dort sind wirklich mal was anderes - mit großer Terrasse inklusive Bambushängematte und Meerblick. Eigentlich bestand der Bungalow insgesamt aus Bambus und war sehr luftdurchlässig - einer Leiste in Wänden und Fußboden folgte ein Finger Luft :-)  Dadurch wohnten wir gemeinsam mit einem 40cm großen Gecko im Bungalow - dies erwies sich als sehr nützlich, da er viele Insekten vernichtete. Das Restaurant der Anlage wartete mit wahnsinnig leckeren Speisen und einem atemberaubenden Ausblick auf die tollen Felsformationen der Bucht auf. Ein weiterer Vorteil war, dass die Anlage völlig ablegen liegt und wir somit gaaaaanz viel Ruhe und Zeit am Abend mit super netten und lustigen Leuten verbringen konnten ... die Cocktails waren traumhaft ;-)
ABER unser eigentlicher Grund warum wir nach Koh Tao kamen war, dass Micha seinen Tauchschein machen wollte. Wir fanden auch eine wirklich gute deutsche Tauchschule "Calypso", die gleich in der Bucht nebenan lag - dachten wir zumindest ... die Anfahrt per Moped war diesmal besonders aufregend. Anne musste teilweise dem Moped hinterherrennen, da die Berge extrem steil waren. Außerdem ist nur ein Teil der Straßen auf Koh Tao betoniert. Der Rest besteht aus Split, großen frei liegenden Felsen und tief ausgewaschenen Regenrinnen. Trotzdem schafften wir es jeden Tag unverletzt zur Tauchschule und zurück zu kommen - yeah. Bei anderen Leuten ging die Fahrt über die Insel mit richtig bösen Schürfwunden aus.
Glücklicherweise kamen wir genau richtig an, so dass Micha direkt in den CMAS*-Kurs einsteigen konnte. Dieser bestand aus 4 halbtägigen theoretischen Unterrichtseinheiten und 5 Tauchgängen zwischen den schönen Korallen mit vielen bunten Fischen, bei denen auch einige anspruchsvolle Übungen abverlangt wurden. Beim letzten Tauchgang konnten wir dann endlich zusammen tauchen, was wirklich eines der intensivsten und wundervollsten Erlebnisse unserer Reise war.
Die restliche Zeit verbrachten wir damit etwas zu relaxen und die Schönheit der Insel zu genießen. Koh Tao zu verlassen war der Abschied, der uns bisher am schwersten gefallen ist ... wir kommen auf jeden Fall wieder.

Als wir mit dem Expressboot zurück zum Festland nach Chumphon gefahren waren, konnten wir einige Stunden später endlich in den Nachtzug nach Butterworth/Malaysia steigen. Im Zug war es erstaunlich still und so machten wir uns schnell bettfertig und kuschelten uns jeweils auf unsere 80cm-Pritsche. Schlafen konnten wir ganz gut und bekamen am nächsten Morgen Frühstück direkt ans Bett. An der Grenze mussten wir noch einmal kurz raus aus dem Zug und kamen am frühen Nachmittag wohl behalten in Butterworth an.

Hier verbringen wir nun auch schon ein paar Tage und melden uns von hier aus bald wieder,
Micha & Anne.

Dienstag, 16. Juli 2013

Kuching

Kuching ist die Hauptstadt des größten malayischen Bundesstaates (Sarawak) auf der Insel Borneo. Im Vergleich zu Singapur eine eher ruhige Kleinstadt. Von hier aus haben wir uns zu ein paar Tagesausflügen aufgemacht.
Der erste führte uns zum Orang Utan Wildlife Center. Hier wurden Orang Utans gepflegt und später ausgewildert. Heute sind keine mehr in Pflege. Allerdings gibt es zwei mal täglich Fütterungen, zu denen nur die halbwilden Menschenaffen kommen - die früheren Schützlinge, deren Aufenthaltsort unbekannt ist, gelten als völlig wildlebend. Die Fütterungen gibt es laut Ranger deswegen, weil das Reservat zu wenig Platz für die 26 Orang Utans bietet und es daher in manchen Zeiten zu Futterknappheit kommt. Diese wird durch diese Fütterungen ausgeglichen. In der Früchtesaison kommen wohl meist gar keine Affen zur Fütterung. Bei unserem Besuch kam ein sechs Jahre altes Männchen. Der hatte ordentlich Hunger und zeigte über unseren Köpfen seine Kletterkünste in den Baumwipfeln. Wichtig war es, dass wir kein Geräusch von uns gaben, denn die Affen sollen sich so wenig wie möglich an Menschen gewöhnen. Wusstet ihr, dass Orang Utans bis zu 3 Nester am Tag bauen, um darin zu ruhen bzw. zu schlafen?

Ein weiterer Ausflug führte uns in das Sarawak Cultural Village. Dieses Dorf wurde angelegt, um Touristen und auch Einheimischen und Schulklassen möglichst authentisch die ursprünglichen Lebensweisen der 7 verschiedenen Kulturgruppen zu zeigen. Die Holzhäuser waren wunderschön anzuschauen und auch bautechnisch sehr interessant. Häufig werden die Häuser für eine Lebensdauer von 10-15 Jahren gebaut, da dann die Fruchtbarkeit der Felder nachlässt und der Standort gewechselt werden muss. In den Häusern  leben die Bewohner des Dorfes und zeigen allerlei Handwerke und bereiten essen zu. Wir naschten uns durch verschiedene Leckereien. Das Highlight war die Tanzvorfühung im Theater. Hier durfte Anne mit auf die Bühne und ihre Treffsicherheit mit dem Blasrohr zeigen. Vorher versuchte sie noch die Rufe des Kriegers, der sie auf die Bühne gebeten hatte, nachzuahmen.

Im Bako Nationalpark konnten wir auch mal wieder unsere Wanderschuhe einsetzen. Zuerst fuhren wir ca. 20 min mit dem Boot vom Nationalparkbüro in den eigentlichen Park. Glücklicherweise konnten wir unser Boot mit einem malayischen Pärchen teilen - so wurde es für alle günstiger und unterhaltsamer :-) Die Bootsfahrt führte durch gefährliches Gewässer, da hier bis zu sieben  Meter große und auch für Menschen sehr gefährliche Salzwasserkrokodile leben. Leider, oder zum Glück, haben wir keine gesehen. Unsere erste Wanderroute führte zu zwei schönen Stränden, die mit tollen Sandsteinformationen umgeben waren. Bei unserer Wanderung zu einem mitten im Urwald gelegenen süßen, kleinen Wasserfall, haben wir dann noch einige Fleisch fressende Pflanzen gesehen. Das Wandern hier war auf unserer bisherigen Reise aufgrund der Hitze und der extrem hohen Luftfeuchtigkeit noch nie so anstrengend gewesen...puh!

Am nächsten Morgen ging es dann zu einer Kajaktour auf einem Fluss, von dem sich aus tolle Ansichten auf Felsformationen und Landschaften entlang der Strecke eröffnten. Der Fluss war an viele Stellen ziemlich seicht, so dass jeder immer mal wieder steckenblieb. Verschiedene kleine Rapids machten die Fahrt dann doch zu einem kleiner Abenteuer. Die Bilder hiervon müssen wir nachreichen, da diese die Guides mit wasserdichten Kameras gemacht haben und wir kein CD-Lesegerät dabei haben. Auch erwartete uns auf der Tour ein leckeres Mittagessen in einem 60-Seelen-Dorf inkl spannender Führung durch einen Kräutergarten ... Insgesamt war es eine schöne Tour mit viel Spaß und einer spannenden Gruppe.
Zum Frühstück hatten wir noch ein sehr interessantes, wenn auch viel zu kurzes Gespräch mit Matt, einem gebürtigen Zwickauer, der seit mehreren Jahren mit seiner Frau als Backpacker auf Reisen ist:

www.konniandmatt.blogspot.com

Gestern sind wir auf Ko Samui in Südthailand angekommen. Weiter geht es dann auf die kleinere und hoffentlich ruhigere Insel Ko Tao.  Wir melden uns bald wieder.
Bis dahin,
Anne und Micha.

Freitag, 12. Juli 2013

Singapur

Die Anreise nach Singapur erwies sich anstrengender als gedacht. Wir mussten uns auf dem Flughafen in Bali die ganze Nacht um die Ohren schlagen, was sich aber als unmöglich erwies, da das Flughafengebäude von 23.00 bis 4.00 Uhr geschlossen wurde. Also waren wir gezwungen die halbe Nacht beim goldenen M vor der Halle bei einer Eisschokolade zu warten.

In Singapur sind wir gegen 11 Uhr im Hostel eingecheckt und konnten gleich in einem Hawker-Foodcenter essen gehen. Das sind große Hallen in denen sich alle möglichen asiatischen Essstände befinden, zwischen denen Tische und Stühle aufgestellt sind. Ähnlich wie die Essbereiche in deutschen Einkaufszentren, wo sich jeder das aussucht was ihm vielleicht am besten schmecken könnte ;-) .

Am nächsten Tag haben wir uns in das Getümmel der Stadt gestürzt. Wir sind mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren und am Clarke Quay ausgestiegen. Wie viele der Haltestellen der Stadt landet man direkt in einer der sehr bunten und lauten Shopping-Malls. Von dort aus ging es eine Runde um die Marina Bay. Da gibt es die Wolkenkratzer des Bankenviertels zu bestaunen, die sich um den Raffles Place sammeln. Diese ragen direkt hinter dem Boat Quay, einer Kneipenzeile am Wasser im alten Kolonialstil, empor. Von dort aus konnten wir auch ein neues Wahrzeichen der Stadt erblicken, das sehr futuristisch aussehende Marina Bay Sands. Dieser Komplex besteht aus 3 Hotelhochhäusern auf denen eine riesige ellyptische Plattform mit Casino, Bäumen und Aussichtspunkten thront. Es wirkt etwas wie ein Raumschiff auf der Landebasis ;-) .

Am Tag darauf ging es zuerst auf DIE Shoppingmeile Singapurs, die Orchard Road mit 40 Einkaufszentren. Wir haben uns nur eines angetan. Von dort aus sind wir in den Botanischen Garten gelaufen. Neben vielen Familien beim Wochenendausflug konnten wir noch zwei Brautpaare beim Fotoshooting sehen. In einem Teich wimmelte es von Schildkröten, die darauf warteten von den Besuchern gefüttert zu werden. Nach dem Gartenbesuch sind wir wieder in das Zentrum, zur Außenbühne des Esplanade Theatre, gestartet. Hier fand am Wochenende das Malayische Dancefestival statt. Doch bevor es los ging wurden wir von einer Formation Kampfflugzeuge begrüßt, die für den Nationalfeiertag am 9.8. schon mal ein paar Übungsrunden über der Skyline von Singapur drehten. Das war richtig verrückt! Die Tanzvorführungen waren sehr bunt und schön anzusehen. Der Abend wurde uns dann noch mit einer Lasershow und einem Feuerwerk so richtig schön gemacht-eben ein ganz normaler Samstagabend in Singapur.

Chinatown inklusive dem Besuch eines Tempels in dem sich ein Zahn von Budda befinden soll und der Besichtigung einer Markthalle, in der es die chinesischen Spezialitäten wie lebende Frösche und Schlangen zu kaufen gab, haben wir dann am Sonntag in Angriff genommen. Danach ging es auf die Vergnügungsinsel Sentosa Island, wo Familien bei allerlei Fahrgeschäften und Attraktionen ihr schwer verdientes Geld ausgeben können. Unserem Eindruck nach ist das nach dem Shoppen, was mit Sicherheit auf Nummer eins liegt, die zweitbeliebteste Freizeitbeschäftigung in dem Stadtstaat. Shoppen muss hier zwangsläufig auf Platz eins liegen, da der Weg aus den U-Bahn Haltestellen im Zentrum fast immer durch eine der zahlreichen Shoppingmalls führt. Am Sonntagabend waren wir dann noch in Little India essen, wo SEHR viele Menschen unterwegs waren, verwunderlicher Weise zu 95 % Männer.

Unseren letzten Tag in Singapur haben wir bei einem ausgedehnten Zoobesuch verbracht. Hier wurde uns auch wieder einiges geboten: u.a. Fütterungen von weißen Tigern, Ottern, Tapiren und Mininilpferden, eine Elefantenshow und ein Freigehege mit Meerkatzen, ziemlich großen Flughunden und kaninchengroßen Maushirschen. In dem Zoo gibt es wirklich viele Spezies zu sehen - leider ist es eben doch nur ein Zoo und die beworbenen großen Gehege der Tiere entpuppten sich als ziemlich klein ...

Singapur war ebenfalls eine wirklich lohnenswerte Station auf unserer Reise, die wir nur weiter empfehlen können. Hier wird friedliches, multikulturelles Zusammenleben verschiedenster Religionen  und ethnischer Gruppen vor gemacht. Außer dem dürfen sich hier Architekten so richtig austoben. Auch unsere Wahl des Green Kiwi Backpackers war eine gute :-)
Der Nächste Post kommt bald...wir sind jetzt schon seit in paar Tagen in Kuching (Malaysia).

Anne und Micha