Freitag, 12. Juli 2013

Singapur

Die Anreise nach Singapur erwies sich anstrengender als gedacht. Wir mussten uns auf dem Flughafen in Bali die ganze Nacht um die Ohren schlagen, was sich aber als unmöglich erwies, da das Flughafengebäude von 23.00 bis 4.00 Uhr geschlossen wurde. Also waren wir gezwungen die halbe Nacht beim goldenen M vor der Halle bei einer Eisschokolade zu warten.

In Singapur sind wir gegen 11 Uhr im Hostel eingecheckt und konnten gleich in einem Hawker-Foodcenter essen gehen. Das sind große Hallen in denen sich alle möglichen asiatischen Essstände befinden, zwischen denen Tische und Stühle aufgestellt sind. Ähnlich wie die Essbereiche in deutschen Einkaufszentren, wo sich jeder das aussucht was ihm vielleicht am besten schmecken könnte ;-) .

Am nächsten Tag haben wir uns in das Getümmel der Stadt gestürzt. Wir sind mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren und am Clarke Quay ausgestiegen. Wie viele der Haltestellen der Stadt landet man direkt in einer der sehr bunten und lauten Shopping-Malls. Von dort aus ging es eine Runde um die Marina Bay. Da gibt es die Wolkenkratzer des Bankenviertels zu bestaunen, die sich um den Raffles Place sammeln. Diese ragen direkt hinter dem Boat Quay, einer Kneipenzeile am Wasser im alten Kolonialstil, empor. Von dort aus konnten wir auch ein neues Wahrzeichen der Stadt erblicken, das sehr futuristisch aussehende Marina Bay Sands. Dieser Komplex besteht aus 3 Hotelhochhäusern auf denen eine riesige ellyptische Plattform mit Casino, Bäumen und Aussichtspunkten thront. Es wirkt etwas wie ein Raumschiff auf der Landebasis ;-) .

Am Tag darauf ging es zuerst auf DIE Shoppingmeile Singapurs, die Orchard Road mit 40 Einkaufszentren. Wir haben uns nur eines angetan. Von dort aus sind wir in den Botanischen Garten gelaufen. Neben vielen Familien beim Wochenendausflug konnten wir noch zwei Brautpaare beim Fotoshooting sehen. In einem Teich wimmelte es von Schildkröten, die darauf warteten von den Besuchern gefüttert zu werden. Nach dem Gartenbesuch sind wir wieder in das Zentrum, zur Außenbühne des Esplanade Theatre, gestartet. Hier fand am Wochenende das Malayische Dancefestival statt. Doch bevor es los ging wurden wir von einer Formation Kampfflugzeuge begrüßt, die für den Nationalfeiertag am 9.8. schon mal ein paar Übungsrunden über der Skyline von Singapur drehten. Das war richtig verrückt! Die Tanzvorführungen waren sehr bunt und schön anzusehen. Der Abend wurde uns dann noch mit einer Lasershow und einem Feuerwerk so richtig schön gemacht-eben ein ganz normaler Samstagabend in Singapur.

Chinatown inklusive dem Besuch eines Tempels in dem sich ein Zahn von Budda befinden soll und der Besichtigung einer Markthalle, in der es die chinesischen Spezialitäten wie lebende Frösche und Schlangen zu kaufen gab, haben wir dann am Sonntag in Angriff genommen. Danach ging es auf die Vergnügungsinsel Sentosa Island, wo Familien bei allerlei Fahrgeschäften und Attraktionen ihr schwer verdientes Geld ausgeben können. Unserem Eindruck nach ist das nach dem Shoppen, was mit Sicherheit auf Nummer eins liegt, die zweitbeliebteste Freizeitbeschäftigung in dem Stadtstaat. Shoppen muss hier zwangsläufig auf Platz eins liegen, da der Weg aus den U-Bahn Haltestellen im Zentrum fast immer durch eine der zahlreichen Shoppingmalls führt. Am Sonntagabend waren wir dann noch in Little India essen, wo SEHR viele Menschen unterwegs waren, verwunderlicher Weise zu 95 % Männer.

Unseren letzten Tag in Singapur haben wir bei einem ausgedehnten Zoobesuch verbracht. Hier wurde uns auch wieder einiges geboten: u.a. Fütterungen von weißen Tigern, Ottern, Tapiren und Mininilpferden, eine Elefantenshow und ein Freigehege mit Meerkatzen, ziemlich großen Flughunden und kaninchengroßen Maushirschen. In dem Zoo gibt es wirklich viele Spezies zu sehen - leider ist es eben doch nur ein Zoo und die beworbenen großen Gehege der Tiere entpuppten sich als ziemlich klein ...

Singapur war ebenfalls eine wirklich lohnenswerte Station auf unserer Reise, die wir nur weiter empfehlen können. Hier wird friedliches, multikulturelles Zusammenleben verschiedenster Religionen  und ethnischer Gruppen vor gemacht. Außer dem dürfen sich hier Architekten so richtig austoben. Auch unsere Wahl des Green Kiwi Backpackers war eine gute :-)
Der Nächste Post kommt bald...wir sind jetzt schon seit in paar Tagen in Kuching (Malaysia).

Anne und Micha

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