Mit einer kleinen Propellermaschine sind wir trotz ein paar Turbolenzen sehr gut auf dem Flughafen Koh Samui's gelandet. Hier haben wir ein paar Tage in einer ruhigen Bungalow-Anlage ("Moonhut Bungalow") direkt am Strand von Mae Nam Beach im Norden von Koh Samui verbracht. Bei einer Inselumrundung mit dem Roller haben wir die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten "Big Buddha" Tempel und den 30m hohen "Nam Tok Na Muang", einen Wasserfall, besichtigt. Entlang des Wasserfalls sind wir bis zur höchsten Stelle geklettert (man sollte keine FlipFlops tragen ...) und konnten dort etwas Natur abseits der Touristenmassen genießen. Am Fuß des Wasserfalls waren auch einige unglückliche Elefanten anzutreffen, auf denen man reiten konnte und die mit scharfen Metallhaken in unnatürliche akrobatische Positionen gezwungen wurden. Mit seinem Geld sollte man so etwas wirklich nicht unterstützen! Danach fuhren wir etwas geknickt weiter ...
Wir sind auf unserer Inseltour noch durch den unserer Meinung nach abstoßenden Touristenort Chaweng gefahren. Dort findet man wohl den Eingang zur Touristenhölle ;-)
Unsere Zeit auf Koh Samui war insgesamt ok, um am Strand zu relaxen und etwas zu lesen. Es genügt aber völlig die Insel einmal erlebt zu haben.
Mit einem Expressboot ging es dann vorbei an Koh Phangan direkt bis Koh Tao. Da wir uns nun in der Hauptsaison befinden, war es eher schwierig im Voraus eine Unterkunft auf Koh Tao zu finden ... zum Glück hatten wir doch noch eine finden können und wurden am völlig überfüllten Pier abgeholt. Von da aus ging es auf der Ladefläche des 4x4 Pick-up in die völlig abgelegene Langkhai Bucht an der Ostküste der Insel. Die Anreise war auf Grund der Straßenverhältnisse echt abenteuerlich - dazu später mehr. Angekommen im "Moondance Magic View" wurden wir sehr herzlich von Ton(y) begrüßt. Die Bungalows dort sind wirklich mal was anderes - mit großer Terrasse inklusive Bambushängematte und Meerblick. Eigentlich bestand der Bungalow insgesamt aus Bambus und war sehr luftdurchlässig - einer Leiste in Wänden und Fußboden folgte ein Finger Luft :-) Dadurch wohnten wir gemeinsam mit einem 40cm großen Gecko im Bungalow - dies erwies sich als sehr nützlich, da er viele Insekten vernichtete. Das Restaurant der Anlage wartete mit wahnsinnig leckeren Speisen und einem atemberaubenden Ausblick auf die tollen Felsformationen der Bucht auf. Ein weiterer Vorteil war, dass die Anlage völlig ablegen liegt und wir somit gaaaaanz viel Ruhe und Zeit am Abend mit super netten und lustigen Leuten verbringen konnten ... die Cocktails waren traumhaft ;-)
ABER unser eigentlicher Grund warum wir nach Koh Tao kamen war, dass Micha seinen Tauchschein machen wollte. Wir fanden auch eine wirklich gute deutsche Tauchschule "Calypso", die gleich in der Bucht nebenan lag - dachten wir zumindest ... die Anfahrt per Moped war diesmal besonders aufregend. Anne musste teilweise dem Moped hinterherrennen, da die Berge extrem steil waren. Außerdem ist nur ein Teil der Straßen auf Koh Tao betoniert. Der Rest besteht aus Split, großen frei liegenden Felsen und tief ausgewaschenen Regenrinnen. Trotzdem schafften wir es jeden Tag unverletzt zur Tauchschule und zurück zu kommen - yeah. Bei anderen Leuten ging die Fahrt über die Insel mit richtig bösen Schürfwunden aus.
Glücklicherweise kamen wir genau richtig an, so dass Micha direkt in den CMAS*-Kurs einsteigen konnte. Dieser bestand aus 4 halbtägigen theoretischen Unterrichtseinheiten und 5 Tauchgängen zwischen den schönen Korallen mit vielen bunten Fischen, bei denen auch einige anspruchsvolle Übungen abverlangt wurden. Beim letzten Tauchgang konnten wir dann endlich zusammen tauchen, was wirklich eines der intensivsten und wundervollsten Erlebnisse unserer Reise war.
Die restliche Zeit verbrachten wir damit etwas zu relaxen und die Schönheit der Insel zu genießen. Koh Tao zu verlassen war der Abschied, der uns bisher am schwersten gefallen ist ... wir kommen auf jeden Fall wieder.
Als wir mit dem Expressboot zurück zum Festland nach Chumphon gefahren waren, konnten wir einige Stunden später endlich in den Nachtzug nach Butterworth/Malaysia steigen. Im Zug war es erstaunlich still und so machten wir uns schnell bettfertig und kuschelten uns jeweils auf unsere 80cm-Pritsche. Schlafen konnten wir ganz gut und bekamen am nächsten Morgen Frühstück direkt ans Bett. An der Grenze mussten wir noch einmal kurz raus aus dem Zug und kamen am frühen Nachmittag wohl behalten in Butterworth an.
Hier verbringen wir nun auch schon ein paar Tage und melden uns von hier aus bald wieder,
Micha & Anne.
sieht alles sehr schön und chillig aus. Aber die Helme sind der Burner :)
AntwortenLöschenGenießt eure Zeit, bevor es "Welcome" heißt
Herzlichen Glueckwunsch zum Tauchschein und Gruesse aus Kuching. Bin noch fuer ein, zwei Wochen hier; dann geht's rueber nach Kalimantan. Take care, Matt.
AntwortenLöschenHey danke - den Schein haben wir gleich auf den Perhentian Inseln zur Anwendung gebracht. Hat sich auf jeden all gelohnt :-D
LöschenWir haben den Taman Negara nun doch weg gelassen. Z.Zt. sind wir in Melaka, was echt sehenswert ist aber leider auch total überlaufen.
Wir hören uns beste Grüße an euch, Anne und Micha