Von Penang aus ging es für uns auf einer knapp sieben stündigen Fahrt mit einem in die Jahre gekommenen Reisebus in die moslemisch geprägte Stadt Kota Bharu. Dort angekommen haben wir uns für das 3. Hotel entschieden, dass wir angeschaut haben. Hier durften wir das Ende des Ramadans hautnah mit erleben: vor unserem Hostel fand jeden Abend ein Nachtmarkt statt und alle anderen Geschäfte hatten auch bis spät in die Nacht geöffnet, um aus dem Konsumrausch der Bewohner den größt möglichen Profit zu schlagen. Der Hit war das Kleidungsramschgeschäft direkt unter unserem Zimmer. Hier dröhnte von morgens um 9 bis tief in die Nacht um 12 kreischende Musik untermalt mit den besten Sonderangeboten vom Tonband in Dauerschleife. Nur zu den Gebetszeiten wurde die Anlage abgestellt. Diese Minuten waren die kostbarsten des Tages ;-)
Ansonsten haben wir uns in Kota Bharu eigentlich nur ins Getümmel gestürzt und uns wie kurz vor Weihnachten gefühlt. Besonders die Märkte mit frischem Fisch und Fleisch sind immer wieder wie aus einer anderen Welt ...
Nach eher anstrengenden Tagen in der kleinen Stadt machten wir uns mit dem Bus auf ins nahe gelegene Kuala Besut. Von dort aus starteten wir mit einem kleinen Boot, auf das sich zahlreiche andere Leute mit viel Gepäck gequetscht hatten, in Richtung der Perhentian Inseln. Zu diesen gehören die kleine Insel Kecil und die große Insel Besar. Wir hatten uns für Besar entschieden, da wir gehofft hatten dort mehr Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden - das war fürs Ende vom Ramadan und der laufenden Hochsaison sehr optimistisch gedacht. Uns erwarteten Menschenmengen am Strand und in den Restaurants, die sich um Menü-Karten stritten und am Tresen bestellten, als hätten sie tagelang nichts zum Essen gekriegt. Nach der entspannten Atmosphäre auf Koh Tao war dies zunächst eine ziemliche Umstellung für uns.
Trotz des ganzen Trubels hier konnten wir uns kleine Oasen der Ruhe schaffen, in dem wir einfach abgetaucht sind. Gleich am Ende der Bungalow-Siedlung fanden wir eine gute Tauchbasis ("Turtle Bay Divers") mit deren Tauchguides wir tolle Tauchspots rund um die Insel und mitten im Meer besucht haben. Endlich haben wir auch Haie (Katzenhaie,
Bambushaie) gesehen - jede Menge in ganz unterschiedlichen Größen. Hier haben die Haie anscheinend nicht so viel Angst vor Tauchern wie auf Koh Tao. Andere echt tolle Erlebnisse unter Wasser waren eine größere Schildkröte und wunderschöne aber auch sehr gefährliche Feuerfische. Zum Abschluss sind wir zu einem 80m-langen Schiffswrack getaucht und haben uns auch im Schiff umgesehen. Die restliche Zeit der Tage hier, waren wir am Strand unterwegs oder lagen auf den wunderschönen Felsen, die die Insel umgeben. An den letzten beiden Tagen konnten wir beim Schnorcheln in der Bucht noch einige kleine Riffhaie bestaunen.
Insgesamt betrachtet war es alleine wegen dem Tauchen die Reise hierher wert. Außerdem können wir uns vorstellen, dass hier in der Nebensaison weniger das Gefühl aufkommt, man wäre in einem All-inclusive-Resort gefangen. Nichts desto trotz ist Koh Tao unserer Meinung nach in jedem Fall vorzuziehen.
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