Donnerstag, 8. August 2013

Penang

Mit der Fähre sind wir direkt vom Bahnhof aus nach Georgetown auf die Insel Penang übergesetzt, mit dem kostenfreien Shuttle-Bus gings zum Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche haben wir am Abend nur noch kurz die Umgebung um das Hotel erkundet und etwas in einem indischen Restaurant gegessen, was nicht das letzte mal sein sollte ;-) .

Am ersten Tag haben wir im eher kolonial geprägten Stadtteil mit der Erkundung der UNESCO-Stadt begonnen. Die Townhall, die Cityhall und das alte britische Fort Cornwallis waren die ersten Ziele. Danach ging es zu den sehenswerten Jettis. Das ist ein auf Stelzen im Meer gebauter chinesischer Stadtteil, wo verschiedene Clans fast noch genauso leben, wie kurz nach ihrer Einwanderung im 19. Jh. Am nächsten Tag haben wir uns dann in den multikulturellen Teilen der Stadt herum treiben lassen. Hier konnten wir malayische und indische Moscheen, Hindutempel und chinesisch, buddhistische Tempel fast nebeneinander bestaunen. Ein Höhepunkt an diesem Tag war der Besuch im reich verzierten Clanhaus des offensichtlich ziemlich wohlhabenden, chinesischen KHOO KONGSI Clans. Das Gebäude ist sehr aufwendig mit unzähligen Schnitzereien und Steinmetzarbeiten gestaltet und wurde erst vor wenigen Jahren komplett restauriert.
Während der ganzen Rundgänge sind uns immer wieder wunderschöne, freche Wandgemälde an den Häuserfassaden aufgefallen. Diese hat der litauische Künstler Zacharevic 2012 mit Farbe und Pinsel an die Häuser gemalt. Diese lassen die Stadt nochmal in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

Am letzten Tag auf der Insel haben wir uns für eine Wanderung im Nationalpark entschieden. Nach einer Stunde Fahrt mit dem Linienbus und der Registrierung im Nationalparksbüro ging es dann endlich los: über Stock und Stein, über Felsen, durchs Dickicht und an Stränden entlang. Zu Beginn sind wir auch gleich von einer Horde neugieriger Makakken begrüßt worden. Sogar einen ziemlich schmalen Hangebrückenpfad gibt es hier, den wir natürlich auch ausprobiert haben. Hier hat uns ein Ranger sein Leid geklagt, da er immer wieder gern von einem besonders dreisten Makakken heimgesucht wird. Heute zum Beispiel hat dieser sein Mittagpaket, einmal Chickencurry mit Reis, stipitzt, was er dann auch vor unseren Augen in sicherer Entfernung genießen konnte. Ein paar Tage zuvor hatte der Affe sein Portmonaie gestohlen und den Inhalt nach und nach über den Waldboden verteilt. Er hatte sich wohl auch schon vor wenigen Wochen an der Ausrüstung eines Fotografen von National Geographic zu schaffen gemacht. Die Makakken werden wohl immer problematischer, weil die Nachfrage der Chinesen nach Affenfleisch immer weniger wird und sich die Makakken so sehr stark vermehren und ihnen die natürlichen Feinde fehlen. Nach dem netten Gespräch haben wir dann unsere Wanderung zum einsamen Turtle-Beach fortgesetzt, der nur zu Fuß oder per Boot zu erreichen ist. Zu unserer Überraschung gibt es hier auch einen idyllischen voll eingerichteten Campingplatz mitten in der Wildnis. Hätten wir vorher davon gewusst, hätten wir sicher ein paar Tage eingeplant, schade das Busticket war schon gekauft. Von da aus mussten wir nun so direkt zurück zur Bushaltestelle und dann immer Richtung Hotel, wo wir nach einem langen Tag gegen 10.00 Uhr ins Bett gefallen sind.

Georgetown hat uns von Tag zu Tag besser gefallen - besonders begeistert waren wir von den zahlreichen Ständen, die richtig leckeres Essen bereit hielten. Penang an sich ist wohl seit der Eröffnung der Autobrücke (Verbindung zum Festland) sehr zu gebaut wurden ... eben nur noch dieses kleine Stück Nationalpark blieb geschützt. Vor allem im Bereich der Zugänge zum Meer sprießen Hotels und Apartmenthäuser nur so aus dem Boden. Einen Besuch ist Penang aber auf alle Fälle wert.

1 Kommentar:

  1. Zum Ende eurer Reise erlebt ihr wirklich noch große Highlights :-) Sehr schöne Bilder und interessante Geschichten. Ich hoffe, ihr habt noch richtig gute, letzte Tage, bevor es nach good old Germany zurückgeht. Kommendes WE gibts für mich allerdings auch ein kleines Highlight: HIGHFIELD!!! :-) Ich werde an euch denken und auf euch anstoßen! Lasst es euch weiterhin gut gehen!

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