Mittwoch, 3. Juli 2013

Ostküste Bali's und Gili Meno

Amed ist ein kleines Fischerdörfchen, in welches der Tourismus aufgrund der engen Straße nur langsam Einzug hält. Unsere Unterkunft, ein einfacher Bungalow, liegt nur wenige hundert Meter entfernt vom Strand. Auch hier haben wir uns gleich um einen Motorroller gekümmert, um die Umgebung näher zu erkunden. Am zweiten Tag haben wir uns gleich zu dem herrlichen Wasserpalast Tirta Gangga aufgemacht. Die Straße dahin führte uns über ein paar Serpentinen hinweg, an malerischen Reisterrassen vorbei ins Landesinnere. Aufgrund eines heftigen Regenschauers haben wir unser Mittgessen in einem Warung (einheimisches Restaurant) etwas oberhalb der Straße vorgezogen. Den stärksten Regen haben wir vorbeiziehen lassen. Später dort angekommen, habe ich mich (Michael) auf dem Fußweg zwischen Parkplatz und Wasserpalast derart beim Sonnenbrillenkauf in Rage gehandelt, dass mir ein heftiger Erdstoß, den scheinbar alle gespürt haben, völlig entgangen ist ;-) . Die Anlage war wunderschön mit den verschiedensten Wasserspeiern, Springbrunnen und Wasserbecken. Von denen waren einige zum Schwimmen gedacht und in anderen tummelten sich wahre Prachtexemplare an Goldfischen. Der Rückweg wurde für uns leider sehr nass - zurück in Amed war es aber wie von Zauberhand völlig trocken. Die Bergkette, die sich hinter Amed erstreckt, hat uns auch die anderen Tage größtenteils vom Regen verschont ... dahinter hat es eigentlich jeden Tag richtig geregnet.

Ein paar Tage später fuhren wir n der Küste entlang zu einem anderen Wasserpalast, der zu repräsentativen Zwecken errichtet wurde. Der Ujung Seraya ist dementsprechend viel großzügiger und heller angelegt und ansonsten fast nicht verwittert oder von Moosen befallen. Der Weg dorthin war auch sehr aufregend - es ging steile Berge hinauf und noch steilere hinunter und man konnte spannende Einblicke in das Leben der Einheimischen fernab der Touristengebiete gewinnen. Besonders interessant fanden wir den Straßenbau - hier ist wirklich noch alles Handarbeit - eine wahnsinnige Leistung.
Die restlichen Tage haben wir mit schnorcheln, die Küste genießen und unsere weitere Reise vorbereiten verbracht.

Am 26.6. sind wir nach einer 40-minütigen Fahrt mit einem Fastboat zu der kleinen Insel Gili-Meno kurz vor der Küste Lomboks gefahren. Dort angekommen mussten sich unsere Ohren erstmal an die Ruhe gewöhnen: außer ein paar tuckernden Fischerbooten gibt es hier keine motorisierten Fahrzeuge, nur Fahrräder und ein paar kleine Pferdekutschen - herrlich. Die Reiseführer haben nicht zu viel versprochen - türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände und dazu noch ein paar Palmen zu bestem Sonnenscheinwetter. Die Insel haben wir bereits am ersten Nachmittag zur Hälfte umrundet. Insgesamt hat Gili-Meno ca. 80 Einwohner. Dazu kommen in den Sommermonaten einige Touristen, für die es zahlreiche Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Häufig kommt es hier zu Stromausfällen, was aber gar nicht weiter problematisch ist - so kann man das Abendessen bei Kerzen- und Lagerfeuerschein und dem Meer als dezente Hintergrundmusik genießen.
Nicht so gut hat es uns unter der Wasseroberfläche beim Schnorcheln gefallen, da die Korallen hier zu 90% zerstört oder sehr durch die ankernden Boote beschädigt sind. Trotzdem haben wir beim Schnorcheln eine ca. 70 cm große Meeresschildkröte gesehen, die sich an einer Riffkante ausgeruht hatte. Bei einem Schnorchelausflug mit einem Fischerboot um die Insel konnten wir dann noch mehrere in Aktion bewundern. Unsere Zeit des Tage langen ausschlafens und rumgammeln nimmt dann auch bald ein Ende, denn unser indonesisches Visum ist bald abgelaufen ... ab 4.7. sind wir dann in Singapur. Wahrscheinlich wird es dort wieder etwas lauter zu gehen :-)

Donnerstag, 20. Juni 2013

Zu Gast in Bali

Unsere Reise führte uns von Melbourne über Kuala Lumpur nach Denpasar auf die indonesische Insel Bali. In Kuala Lumpur  landeten wir zunächst am großen internationalen Flughafen und fuhren von dort aus zum LCCT, dem Flughafen von dem auch der Billiganbieter AirAsia startet. Dort angekommen wurden wir zunächst vom bunten Treiben dort völlig überwältigt . Nach einigen Stunden am Flughafen, konnten wir unsere Reise fortsetzen... am Abend landeten wir dann total übernächtigt in Denpasar. Was dort am Flughafen los ist, sobald man mit seinem Gepäck die Ankunftshalle verlässt, ist kaum in Worte zu fassen - ein bisschen muss das so sein, als wäre man ein Superstar. Mit dem kleinen Unterschied, dass uns keine Paparazzis umringten, sondern unzählig viele Taxi-Fahrer ...da hat jeder angeblich den günstigsten Preis und überhaupt ist das Fahren mit ihm das einzig Richtige :-)  Irgendwann gibt man einfach nach, versucht noch halbherzig einen Preis zu verhandeln und plumbst mit schwirrendem Kopf auf irgendeinen Rücksitz - was dann folgt ist der Versuch den Fahrer beim Lenken und Bremsen zu unterstützen - aus purer Panik ums eigene Leben ;-) Der Verkehr auf den Straßen Balis ist auf den ersten Blick wirklich sehr chaotisch. Das liegt vor allem an den unendlich vielen Mopeds - jeder hupt und fährt wie es ihm passt, da wird links und rechts überholt, hauptsache  es geht flott voran ... waren wir da froh nicht selber fahren zu müssen.
In Canggu angekommen, vielen wir direkt ins Bett. Erst am nächsten Tag wurde uns unsere Umgebung im Putu Guesthouse erst richtig bewusst - wirklich schön war es da. Nichts desto trotz begaben wir uns kurz nach dem Aufstehen auf Erkundungstour. Der Strand war nicht weit entfernt und so konnten wir einen schönen Spaziergang am Meer machen ... 1-2 km weiter stießen wir auf das Surferparadies am Echo Beach. Dort beobachteten wird einige Zeit die Surfer bei ihrem Kampf mit den echt hohen Wellen. Dabei sammelten wirf dann genügend Mut, um uns am nächsten Tag selbst im Surfen zu probieren. Jeder von uns versuchte sein Bestes unter Anleitung eines Privatlehrers ... gar nicht mal so einfach. Vor allem das Paddeln zurück zu den richtigen Wellen, war richtig anstrengend. So richtig begeistern konnte uns der Schnupperkurs nicht.
Den Tag darauf fuhren wir dann mit dem Moped nach Tahnalot zum Meerestempel. Micha hatte sich bereit erklärt es mit dem verrückten Verkehr Balis auf sich zu nehmen ... der Fahrtwind brachte uns etwas Abkühlung und erstaunlicherweise funktionierte das Gewimmel auf den Straßen sehr gut. Außerdem stellten wir fest, dass man mit dem Roller echt sicherer ist, als zu Fuß.
Unser Ausflug in die Künstlerstadt Ubud ins Landesinnere der Insel begann mit einigen Umwegen. Die Beschilderung hier und unser sehr ungenaues Kartenmatertial ließen uns manchmal im Regen stehen. Aber irgendwann kamen wir auch dort an. Zunächst besuchten wir den Touristenmarkt, der vieles zu teilweise sehr hohen Preisen bereithielt. Wir schlenderten danach etwas durch die Straßen und bewunderten die Holzschnitzereien, Steinmetzarbeiten und Gemälde. Der Monkey Forest war ein weiterer Halt. Dort konnte man neben den diebeslustigen und kleine Kinder schubsenden Makaken-Affen auch einen Tempel besichtigen.  Unser letzter Stopp war die Tempelanlage Goa Gajah. Wir besichtigten die von Räucherstäbchen völlig vernebelte "Höhle des Elefanten", deren Eingang durch den Schlund einer riesigen Dämonenfratze erfolgt. Später wanderten wir dort noch durch den Dschungel und begutachteten einen alten Badeplatz, der aus 6 Wasserspeiern besteht. Das wir den Rückweg von Ubud nach Canggu fanden, war auch mehr Glück als Verstand :-) 
Die letzten zwei Tage im Süden Balis verbrachten wir am Strand und tobten dort etwas in den Wellen.
Nach der Fahrt über die malerische Berglandschaft mit den wunderschönen Reisterassen sind wir in Pemuteran, im Nordwesten Balis, angekommen. Nach einer kurzen Orientierungsphase haben wir an einer halbtägigen Schnorcheltour zur Nationalparksinsel Menjangan teilgenommen. Was uns dort geboten wurde war atemberaubend:
Wir haben mit einem ausgedienten kleinen Fischerboot die Strecke bis zur nahe gelegenen Insel zurück gelegt. Auch wenn es uns etwas zu sehr geschaukelt hat und die Wellen oft höher waren als die Rehling, hatten wir uns aufgrund der Gelassenheit der Crew nicht beunruhigen lassen und sind nach einer Weile gut über gesetzt. Unterwegs konnten wir auch die Insel Java sehen. Vor Ort ging es ohne viele Worte direkt ins Wasser. Die farbenprächtige Unterwasserwelt dort ist einfach wundervoll. Es gab alles zu sehen, was man sich in so einem Riff vorstellen kann. Von bunten Korallen, im Meer schwingende Anemonen, Handball große Muscheln und die verschiedensten Fische. Clownsfische, Seenadeln, Kugelfische, große blaue Seesterne, Seeteufel... um nur ein paar zu nennen. Leider haben wir in unserem Reiseequipment keine Unterwasserkamera. Ein weiterer Ausflug, diesmal wieder mit einem Roller, führte uns in den Balai Taman Nationalpark. Wir konnten leider keine Wanderwege finden und sind mit dem Roller eine Waldstraße entlang gefahren. Außer Bäumen und ein paar Makaken, die an und auf der Straße lungerten, konnten wir leider nichts spannendes entdecken. Am folgenden Tag waren wir in der Bucht von Permuteran schnorcheln, wo wir eine fast so tolle Unterwasserwelt erlebt haben, wie bei der Tour nach Menjangan.
Zur Zeit sind wir in dem Fischerdörfchen Amed an der Ostküste Bali's.
Alles weitere dann im nächsten Post.
Die besten Grüße in das (jetzt endlich auch) sommerliche Deutschland
Eure Anne und euer Michael

Freitag, 7. Juni 2013

Australien - von der Nelson Bay weiter bis nach Melbourne

Wieder einmal hatte uns der massive australische Regen voll erwischt. Wenn auch bei Weitem nicht so extrem wie unsere geliebte Heimat. Auf der Fahrt Richtung Süden konnten wir einige Flüsse beobachten, die schon weit über die Ufer getreten waren und der Straße bedrohlich nahe kamen. Bei einer Rast in Port Macquarie bot sich uns am Strand ein Riesen-Spektakel des wilden Pazifiks, der meterhohe Wellen an das Ufer peitschte. Alle geplanten Aktivitäten mussten leider ausfallen :-( 
Weiter ging es zum Port Stephens. Dort fuhren wir in die Delfin-Hauptstadt Australiens - Nelson Bay . Am Nachmittag gingen wir dort auf eine kurze Wanderung durch den Tomaree-Nationalpark, welche uns durch ein paar heftige Schauer extrem "versüßt" wurde. Dennoch hatten wir vom Tomaree Head einen beeindruckenden Rundblick über Nelson Bay und alle umliegenden Strände. Glücklicherweise entspannte sich das Wetter dann endlich zum frühen Abend hin. Optimale Voraussetzungen, denn am nächsten Morgen war es dann soweit:
Das Wetter zeigte sich tadellos - kaum Wolken, Sonnenschein. Perfekt für eine Whale-Watching-Tour auf einem kleinen Katamaran. Noch in der Bucht von Port Stephens begann es viel versprechend zu werden. Wir konnten eine kleinere Gruppe Delfine vorbei ziehen sehen und unser Kapitän erhielt von anderen Tourbooten die Info wo sich die Wale gerade aufhielten. Doch dann ging es auf die offene See und das Auf und Ab machte den gesamten Passagieren zu schaffen. Einige konnten ihr Frühstück behalten, einige wenige durften es ein zweites mal genießen :-) Wir fuhren weiter zu besagter Stelle, wo die anderen Boote schon Position bezogen hatten. Nach einem Stück drehten diese aber ab - erfolglos. Wir fuhren weiter die Küste entlang, um doch noch einen Blick auf einen Wal zu erhaschen. Dabei kamen wir unter anderem an einer der größten Sanddünen der südlichen Hemisphäre vorbei und drehten irgendwann um. Kurz nach dem Einfahren in die Bucht durfte dann Anne das Steuer übernehmen und hat uns alle sehr sicher und souverän bis zum Pier manövriert, von wo aus die Tour startete. Wer jetzt denkt, da fehlt doch was, liegt goldrichtig: die Wale hatten keine Lust sich uns zu zeigen. Und so bekamen wir einen Gutschein für eine weitere Tour. Da wir die aber mangels Zeit nicht antreten können, hier unser AUFRUF:

Wer bis 26.05.2014 in der Nähe ist, kann sehr gerne unseren Gutschein für eine kostenfreie 3 h Whale-Watching-Tour bekommen! Einfach melden!!! Wenn das mal kein Grund ist den kommenden Sommerurlaub in Australien zu verbringen ...

Danach ging es direkt vorbei an Sydney zu dem wohl bekanntesten Nationalpark an der Ostküste - den Blue Mountains, ein riesiges zerklüftetes Sandsteinplateau. Unser erstes Ziel war der Echo Point in Katoomba, von wo aus man einen tollen Blick über das Jamison Valley und auf die berühmte Sandsteinformation der Three Sisters hat. Wirklich spektakulär! Vom Ausguck konnte man auch den bläulichen Dampf sehen, der über den Baukronen steht und für den Namen des Nationalparks verantwortlich ist. Dieser entsteht durch das Zusammentreffen von Lichtstrahlen, Staubpartikeln und von Eukalyptusbäumen aufsteigende Öltröpfchen. Übernachtet haben wir mitten im Megalong Valley und konnten uns einmal ganz australisch fühlen, weil wir ein Lagerfeuer gemacht haben ;-) Beim Sitzen an der Feuerstelle krabbelte sogar eine handteller-große Spinne vorbei ... uns ergriff dabei leichte Panik. Nichts desto trotz aßen wir unser Abendessen am Feuer und beobachteten das Lodern der Flammen. Der nächste Tag wartete wieder mit Dauerregen auf, der sogar den sonst so fröhlichen asiatischen Touristen das Lächeln vertrieb. Nach ein paar Wanderungen zu verschiedenen Wasserfällen steuerten wir als nächstes Australiens Hauptstadt an.
In Canberra angekommen waren wir direkt verblüfft - dieses riesige Land hat eine so kleine Hauptstadt? Mit 333.000 Einwohner nichts im Gegensatz zu den Millionen-Metropolen Sydney und Melbourne. Schon auf der Tour in Sydney hatten wir erfahren, dass Canberra auf dem Reißbrett entworfen und in der Mitte zwischen den Erzrivalen errichtet wurde, um keine Stadt zu bevorzugen. Leider konnten wir für uns kein Flair der Stadt ausmachen. Wir liefen etwas umher und begutachteten zum Schluss das Parlamentsgebäude, welches auf einem extra Hügel imposant aufragt. Wir hielten den Besuch kurz und machten uns auf den langen Weg zum Wilsons Promontory National Park.
Der Tag im Nationalpark war richtig super - das Wetter war top und es gab ganz viel Natur, wenig Leute, dafür aber viele Tiere zu sehen :-) Nach dem Aufstieg zum Gipfel vom Mt Oberon konnten wir ein 360°-Panorama über den Nationalpark bestaunen - blaues Meer, weiße Strände, Eukalyptuswälder und frei liegende Felsen. Zwei der Strände besuchten wir und liefen zum Abschluss den Prom Wildlife Walk. Dort trafen wir unzählige Kangaroos und Emus, sowie zwei knuddelige Wombats.

Zum krönenden Abschluss unserer Campertour führen wir zur Great-Ocean-Road. Eine der schönsten Küstenstraßen. Das Wetter war wie eigentlich die ganze Zeit in Australien sehr durchwachsen. Aber es hat sich wirklich gelohnt die Küstenstraße, die aus einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Heimkehrer aus dem 1. Weltkrieg entstand, entlang zu kurven. Uns eröffneten sich tolle Ausblicke auf die verschiedensten Küstenformen wie auch auf tolle Surfstrände, idyllische Badebuchten und schroffe Felsküsten. Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere kamen wir zu einem Baumkronenpfad, ähnlich dem im Nationalpark Hainich in Westthüringen. Er ging auf rund 600m Länge bis auf eine Höhe von ca. 24 m in die Kronen mehrerer über 100 Jahre alte Eykalyptusbäume. Annes persönliches Highlight entdeckte sie bei der Weiterfahrt am Straßenrand in einem Eukalyptuswald: 3 Koalas, die in freier Wildbahn seelenruhig in Astgabeln ein Nickerchen hielten. Am Ende unserer Great-Ocean-Road Tour hielten wir bei den großartigen und bei Touristen aller Nationen sehr beliebten Sandsteinformationen der 12 Apostel, die wie Säulen bis zu 50 m hoch aus dem Meer empor ragen. Die letzte Station in Australien ist Melbourne gewesen. Hier haben wir uns von unserem Campervan ganz innig getrennt ;-) Wir durften ihn zu unserer großen Überraschung zum Abschied noch mal waschen-echt toller Service. Nach dem Einchecken im Hotel (Exford Hotel in Chinatown) für die letzten 2 Nächte haben wir uns einen ersten sehr positiven Überblick dieser hübschen und dynamischen Stadt verschafft. In Melbourne haben wir als erstes den sehr weitreichenden Queen Victoria Markt besucht. Dieser findet alle 2 Tage statt und hier gibt es wirklich alles zu kaufen. Danach ging es auf eine Free-Tour mit Stadtführer durch Chinatown, die Creek Presinct und vorbei am Parlamentshaus. Auf der Tour gab es viele beeindruckende Gebäude, Straßenzüge und Ausblicke zu sehen. Unser persönliches Highlight waren aber die grandiosen Grafitti- und Street-Art Kunstwerke die legal in mehreren engen Gassen zu bewundern sind. An unserem letzte Tag in Melbourne und somit auch in Australien waren wir im herbstlichen bzw. winterlichen Botanischen Garten und waren zu guter Letzt in der tollen Monet-Ausstellung die z.Zt. in der Stadt gastiert. Der Abschied war für uns ein ziemlich langer, weil unser Flug erst um 2.30 Uhr in der früh ging. Uns war klar, dass wir in den 30 Tagen nur einen Bruchteil dieses Inselkontinents sehen können, und das was wir gesehen haben hat uns wirklich gut gefallen. Nur die großen Distanzen zwischen den wirklich lohnenswerten Zielen hat uns etwas zu schaffen gemacht. Außerdem waren wir zu Beginn von den Menschenmassen an der Ostküste wie erschlagen. Wir haben gehört, dass die Westküste weniger touristisch ist - viell. schauen wir uns die mal noch bei Gelegenheit an :-) Wir sind bereits sehr gut auf Bali angekommen, dazu dann mehr im nächsten Post - bis dahin, liebe Grüße

Donnerstag, 23. Mai 2013

Australien - Brisbane und Sunshinecoast

Hallo,

wir melden uns auch mal wieder. In Brisbane blieben wir einen Tag und schauten uns die Parklandschaft am südlichen Flussufer an und liefen zum Kangaroo Point, an dem wahnsinnig viele Kletterer unterwegs waren. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Botanischen Gartens, aus dem wir von strömendem Regen verjagt wurden. Wir gönnten uns ein leckeres Abendessen und fuhren mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Brisbane ist eine süße Stadt, aber wahnsinnig viel zu sehen gibt es dort nicht ;)

Den Tag darauf kam dann DAS Highlight - Lone Pine Koala Sanctuary. Ja richtig, dort gibt es total viele Koalas (ca. 130) zu sehen. Diese süßen knuddeligen Tierchen schlafen ca. 18-20 Stunden am Tag und verbringen den Rest des Tages damit zu fressen. Außerdem gab es dort noch Dingos, Wombats, Tasmanische Teufel, Emus, ein Schnababeltier und Kangaroos zu sehen. Die Kangaroos konnte man sogar füttern und streicheln.

Danach gings weiter Richtung Norden zur Sunshine Coast. Zuerst machten wir Halt in Noosa. Wir dachten dort etwas Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden, aber dem war weit gefehlt ... wir schlugen uns dort durch die Menschen und genossen etwas den Strand. Am Tag darauf folgten wir dem Coastal Track durch den Noosa National Park und fanden dort einen wirklich schönen Strand mit weißem Sand und wenigen Leuten. Auch die Wanderung entlang der Küste war sehenswert. Die Nacht verbrachten wir am Lake Cootharaba im Great Sandy National Park auf einem richtig coolen Campingplatz, den wir uns mit Kangaroos, Waranen und verschiedenen Vogelarten teilten. Auf einer Wiese konnte man auch unzählige Kangaroos beobachten.

Den See nutzten wir für eine Kanutour zu den Noosa Everglades. Dort gibt es zwar keine Krokodile, dafür kommt es wohl öfter vor, dass sich dorthin aggressive Bullen-Haie verirren ...
Witzig war, dass der Lake Coothraba im Durchschnitt nur knietief ist - so kam es auch vor, dass wir das Kanu über eine Sandbank ziehen mussten und häufig mit dem Paddel auf dem Sandboden aufstießen. Dennoch trugen wir ganz pflichtbewusst unsere Rettungswesten ;) Nach einer heißen Dusche brachen wir dann auf zum Rainbow Beach.

Der Rainbow Beach wurde deswegen so benannt, da dort verschieden farbige Sandsteinklippen zu bewundern sind. Außerdem gibt es dort eine 120 m hohe Düne und Sandkastensand so weit das Auge reicht. Den ersten Tag verbrachten wir hier mit organisatorischem Kram - unser Auto hat anscheinend nach fast 600.000 km genug ... der 5. Gang funktioniert nicht mehr und die Batterie im "Wohnteil" macht auch ständig schlapp.
Danach gönnten wir uns den Rest des Tages Stranderholung. Für den Tag darauf hatten wir eine Fraser Island Tour gebucht, aber irgendwie ist bei uns der Wurm drin. Wir warteten wie vereinbart am Treffpunkt,einer Tankstelle, doch es kam ewig kein Bus, der uns mitnehmen wollte. Nach etlichen Minuten kam die Dame der Tankstelle und meinte, das sie einen Anruf vom Veranstalter erhalten hätte und die Tour für heute abgesagt ist, wieso wusste sie nicht. Später erfuhren wir bei einem Anruf, dass ein technischer Defekt der Grund war. So fand die Tour einen Tag später statt und wir konnten bei einem Strandspaziergang  die Sandsteinklippen aus der Nähe anschauen und den Rest des Tages am Strand relaxen und lesen. Am nächsten Morgen ging es dann endlich nach Fraser Island, eine der größten Sandinseln der Welt, die deswegen zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde. Wir wurden mit einem zum Bus umgebauten LKW abgeholt und es ging über einen Strand zur Fähre. Nach der Überfahrt fuhren wir auf dem offiziellen Highway der Insel, dem atemberaubend schönen  Sandstrand, den das Meer bei Ebbe freigibt (man darf dort 80 km/h fahren!!!). Da konnten wir auch die ersten Dingos beobachten. Weiter ging es ins Innere der Insel zu einem Bad in einem wunderschön gelegenen Süßwassersee - dem Lake Mc Kenzie. Nach einem leckeren BBQ ging es weiter zu einer kurzen Regenwaldwanderung, die den Abschluss der Tour bilden sollte. Wieder zurück am Ausgangspunkt, der Tankstelle, machten wir uns gleich an die ersten 2 Etappen der ca. 1000 km zurück Richtung Sydney.

Auf wundersame Weise beglückte uns der Camper auch immer mal wieder mit dem 5. Gang. Wir entschlossen uns aber trotzdem das Auto zu tauschen. Das dauerte trotz wilder Versprechungen den ganzen Tag :-( Insgesamt betrachtet ist der neue Van keineswegs perfekt, aber er hat bisher weniger Macken. Also ist er besser :-)
Unser nächstes Ziel war Coffs Harbour. Wir wollten dort Wale sehen, die kommen aber erst im Juni. Somit hatten wir den Tag frei und verbrachten ihn mit Wäsche waschen am ruhigen und wunderschönen Monee Beach.
Morgen gehts weiter Richtung Süden ... danke fürs lesen und bis bald :-)