Amed ist ein kleines Fischerdörfchen, in welches der Tourismus aufgrund der engen Straße nur langsam Einzug hält. Unsere Unterkunft, ein einfacher Bungalow, liegt nur wenige hundert Meter entfernt vom Strand. Auch hier haben wir uns gleich um einen Motorroller gekümmert, um die Umgebung näher zu erkunden. Am zweiten Tag haben wir uns gleich zu dem herrlichen Wasserpalast Tirta Gangga aufgemacht. Die Straße dahin führte uns über ein paar Serpentinen hinweg, an malerischen Reisterrassen vorbei ins Landesinnere. Aufgrund eines heftigen Regenschauers haben wir unser Mittgessen in einem Warung (einheimisches Restaurant) etwas oberhalb der Straße vorgezogen. Den stärksten Regen haben wir vorbeiziehen lassen. Später dort angekommen, habe ich mich (Michael) auf dem Fußweg zwischen Parkplatz und Wasserpalast derart beim Sonnenbrillenkauf in Rage gehandelt, dass mir ein heftiger Erdstoß, den scheinbar alle gespürt haben, völlig entgangen ist ;-) . Die Anlage war wunderschön mit den verschiedensten Wasserspeiern, Springbrunnen und Wasserbecken. Von denen waren einige zum Schwimmen gedacht und in anderen tummelten sich wahre Prachtexemplare an Goldfischen. Der Rückweg wurde für uns leider sehr nass - zurück in Amed war es aber wie von Zauberhand völlig trocken. Die Bergkette, die sich hinter Amed erstreckt, hat uns auch die anderen Tage größtenteils vom Regen verschont ... dahinter hat es eigentlich jeden Tag richtig geregnet.
Ein paar Tage später fuhren wir n der Küste entlang zu einem anderen Wasserpalast, der zu repräsentativen Zwecken errichtet wurde. Der Ujung Seraya ist dementsprechend viel großzügiger und heller angelegt und ansonsten fast nicht verwittert oder von Moosen befallen. Der Weg dorthin war auch sehr aufregend - es ging steile Berge hinauf und noch steilere hinunter und man konnte spannende Einblicke in das Leben der Einheimischen fernab der Touristengebiete gewinnen. Besonders interessant fanden wir den Straßenbau - hier ist wirklich noch alles Handarbeit - eine wahnsinnige Leistung.
Die restlichen Tage haben wir mit schnorcheln, die Küste genießen und unsere weitere Reise vorbereiten verbracht.
Am 26.6. sind wir nach einer 40-minütigen Fahrt mit einem Fastboat zu der kleinen Insel Gili-Meno kurz vor der Küste Lomboks gefahren. Dort angekommen mussten sich unsere Ohren erstmal an die Ruhe gewöhnen: außer ein paar tuckernden Fischerbooten gibt es hier keine motorisierten Fahrzeuge, nur Fahrräder und ein paar kleine Pferdekutschen - herrlich. Die Reiseführer haben nicht zu viel versprochen - türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände und dazu noch ein paar Palmen zu bestem Sonnenscheinwetter. Die Insel haben wir bereits am ersten Nachmittag zur Hälfte umrundet. Insgesamt hat Gili-Meno ca. 80 Einwohner. Dazu kommen in den Sommermonaten einige Touristen, für die es zahlreiche Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Häufig kommt es hier zu Stromausfällen, was aber gar nicht weiter problematisch ist - so kann man das Abendessen bei Kerzen- und Lagerfeuerschein und dem Meer als dezente Hintergrundmusik genießen.
Nicht so gut hat es uns unter der Wasseroberfläche beim Schnorcheln gefallen, da die Korallen hier zu 90% zerstört oder sehr durch die ankernden Boote beschädigt sind. Trotzdem haben wir beim Schnorcheln eine ca. 70 cm große Meeresschildkröte gesehen, die sich an einer Riffkante ausgeruht hatte. Bei einem Schnorchelausflug mit einem Fischerboot um die Insel konnten wir dann noch mehrere in Aktion bewundern. Unsere Zeit des Tage langen ausschlafens und rumgammeln nimmt dann auch bald ein Ende, denn unser indonesisches Visum ist bald abgelaufen ... ab 4.7. sind wir dann in Singapur. Wahrscheinlich wird es dort wieder etwas lauter zu gehen :-)
Sehr schön anzuschauen und zu lesen :)
AntwortenLöschenAber - wo sind die Bilder mit dem tollen Ossi-Outfit!?
VG,
Jan
Hahaha, kommt schon noch und die
AntwortenLöschenBilder sollen ja auch schön anzuschauen bleiben ;-)
Ganz liebe Grüße Singapur an alle daheim
Anne und Micha
richtig tolle fotos! viel spaß euch beiden noch! liebe grüße von florian, jens und birgit
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